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Bergfinkenfasching

veröffentlicht um 24.03.2013, 13:10 von Moritz Beck

Der Wilde Westen  erreicht die Krillemühle

 

Ein Faschingsthema ist meist schnell bei der Hand, aber was machen wir daraus?

Es soll eine Geschichte in mehreren Bildern sein, die wie ein roter Faden durch den Abend geleitet.

Eine Handvoll  „Ideengeber“ treffen sich bereits Wochen vor dem Ereignis, um den roten Faden zu spinnen und die Aufgaben zu verteilen.

In den darauffolgenden Wochen wird gedichtet, gebastelt, gemalert, recherchiert,  geprobt und organisiert.

Es werden die Teilnehmer gebeten, sich am Programm mit eigenen Beiträgen zu beteiligen und an das eigene Kostüm muss man ja auch noch denken. 

Soweit die Prozedur wie in jedem Jahr. Konkret hieß das in diesem Jahr:

Die Kulissen mussten aus dem Lager geholt und neu gestaltet werden (Egon und Bernhard). 

Ein Lagerfeuer sollte entstehen, ohne dass die Krillemühle ein Raub der Flammen wird und ein Marterpfahl sollte den Raum zieren, was Achim mit viel Liebe und natürlich auch Arbeit zauberte.

Tommy mit seiner „Requisitenkiste“  und Bernhard steuerten die „Accessoires“ bei.

Die Beiden dichteten auch, was das Zeug hielt und so wurden wir in die Zeit von Winnetou und Old Shatterhand versetzt.

 

Traditionell war mittags Treff zu einer Wanderung in die Umgebung, welche  wieder  von Herrn Daxel geführt wurde, dem wohl der Stoff nie ausgeht und  jedes Jahr wieder etwas Neues einfällt.

Währenddessen wird vom Aufbaukommando die Krillemühle umgestülpt und es entsteht eine Landschaft, wie wir sie aus den Karl-May-Filmen kennen.

Zurück von der Wanderung machte sich bei allen blitzartig ein Appetit auf Glühwein bemerkbar, der

in gewohnter, bester Qualität nicht nur die Herzen erwärmte. Die Stimmung stieg leicht an, Zeit sich in die Kostüme zu zwängen.

Pünktlich 18 Uhr öffnete der Saloon und ebenfalls traditionell traten Frau und Herr Fink in den Vordergrund. Es muss schon sehr lange her sein, als es mal eine Zeit gegeben haben muss, wo es noch ohne die Beiden eine Faschingseröffnung gab. 

Mit Humor, Witz und auch Kritik dichten Traudel und Egon eine auf das Thema bezogene Büttenrede, die von ihren Puppen vorgetragen werden. Einfach Spitze und aus unseren Faschingseröffnungen einfach nicht wegzudenken!

Oder sollte ich da etwas anderes gehört haben?

Mit dem Song des Abends: „Hol das Lasso raus …“ starteten wir in den Abend.

Die musikalische Leitung lag das erste Mal in unseren eigenen, genauer in Leo’s Händen. Das erste Mal, wo nicht nur die Musik passte, sondern auch die Ausdauer der Narren einer harten Probe unterzogen wurde.

Während des Programm’s stellte sich heraus, dass Winnetou und Old Shatterhand chronisch pleite sind und für den Eisenbahnbau doch etwas Indianerland zu Geld und Gold gemacht werden sollte.

Das hörte der Bösewicht Red Bull, der mit seiner Bande die beiden überfiel und am Marterpfahl befestigte. Das rief den Sheriff, der aber eine Lady war, auf den Plan. Die Rote-Socken-Bande um

Red Bull sollte hängen …

Halb so schlimm, denn wie sollte es an so einem Abend auch anders sein, am Ende hatten sich wieder alle lieb!

Im weiteren Verlauf des Abends beteiligten sich Matthias und die Bande um Wolle und Arno mit eigenen Beiträgen, wie der wahren Geschichte von Rotkäppchen.

Wir sind es gewohnt, dass solche Abende wie im Fluge vergehen, aber dieses Mal war es gefühlt noch viel schneller, als sich hinterm Berg schon der Himmel hell färbte.

 

Am Morgen saßen alle in ihren Alltagsuniformen pünktlich am Frühstückstisch.

Abbauen, Reinigung, Abtransport  - schon ist die Krillemühle wieder in den Urzustand versetzt und bereit für die nächste Faschingsfete am 01. und 2. März 2014 zum Thema:

Weltall – Erde – Mensch

Nochmals vielen Dank allen, die sich auf den Weg gemacht haben, um gemeinsam Fasching zu feiern.

Diese Resonanz ist die beste Anerkennung für alle Organisatoren!

 

J.Zill

9. Februar 2013

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