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Chorfahrt nach Garmisch-Partenkirchen

veröffentlicht um 04.08.2014, 13:30 von Jürgen Zill   [ aktualisiert: 04.08.2014, 14:02 ]









Chorfahrt Garmisch 2. Tag

Zugspitze

 

Kaum waren wir im Bett, wurden wir von der vor dem Hostel zeltenden „Bergfinkenjugend“ geweckt, die sich mit Nutella und Büchsenwurst für den zeitigen Aufbruch rüstete. Der Aufstieg über das Höllental sollte zeitig beginnen. Die Gruppe „Stöpselsteig“ startete dann so, dass sie den ersten Zug der Zugspitzbahn erreichte. Ziel war die Station Riffelriss, bevor die Bahn in den Tunnel einfährt. Zuerst war von Steigen keine Rede, ging es doch erstmal bergab. Die Bergtour begann dann richtig an der Grenze nach Österreich. Zuerst gemütlich durch den Bergwald, dann über Schutt. Nach einer kleinen Kletterei gelangten wir auf den Tiroler Grat, wo eine Pause eingelegt wurde und wir uns an den Bananenschalen fressenden Schafen erfreuten. Über einen sehr schönen und aussichtsreichen Weg erreichten wir die Wiener/ Neustädter Hütte, wo erst mal eine ordentliche Pause eingelegt  wurde und auch schon ein erstes Bier den Weg durch die Kehle fand. Gestärkt und mit Blick auf die vor uns  liegenden Westwand gingen wird den Pfad zum Klettereinstieg. Bei näherer Betrachtung „entschärfte“ sich zwar die Wand, nur war sie ganz schön hoch aufragend (600m). Trotzdem waren wir vorsichtig, legten die Ausrüstung an, bildeten Gruppen mit zu betreuenden „Sonderfällen“ und gingen die Sache langsam an. Zuerst durch den eigentlichen Stöpsel, einer Auswaschung. Anwesende Cachesucher wurden dort mit einem Fund belohnt. Langsam, nach oben immer langsamer  werdend, ging es bergan. Gut zu gehen, nur manchmal musste man zugreifen. Über ein kleines Schneefeld ging es dann zum Ausstieg, von wo sich uns ein schöner Blick auf das Zugspitzblatt mit dem Restgletscher und noch weiter oben liegend, dem Münchener Haus bot. Hier kam die mitgeschleppte Gitarre zum Einsatz und es erklangen einige Berglieder. Der Weg zum Münchener Haus war doch kürzer als gedacht, lockte doch das Gipfelbier.

Oben angekommen waren die Plätze an der Hütte schon gut besetzt, die orangen Jacken der Bergfinken bestimmten das Bild. Auch floss schon, anlässlich des auf unterschiedlichen Wegen erreichten Gipfelsieges, der kalte und heiße Alkohol, so dass Uli schon bedenklich die Singfähigkeit anzweifelte. Auch die „Jugendgruppe“ war flink über das Höllental heraufgekommen. Wir mussten aber zuerst zum Gipfelkreuz um uns „Berg heil“ zu wünschen und endlich das Rucksackbier zu trinken. Nebel zog auf und die umliegende Bergwelt verschwand im Grau. Trotz Höhe und dem Alkoholspiegel klang unser Gesang dann doch ganz ansprechend.

Die Abendveranstaltung begann mit einem mit der Seilbahn herbeigebrachten Schnaps. Dann wurde in das tieferliegende Gletscherrestaurant eingerückt, wo wir mit bayovarischen Klängen begrüßt wurden. Aufgetischt wurde kräftig, wobei die Bierpreise schlimmere Alkoholunfälle verhinderten. Beim Kufsteinlied konnten wir unsere Frauen kaum bändigen, sie jodelten ungehemmt mit!! Stimmungsvoll war dann der Gesang in der höchstgelegensten Kapelle Deutschlands, wo uns bei Taschenlampenschein die vergoldeten Heiligen zuschauten. Der Abend verging zu schnell, die Fahrt in das Tal dauerte dann länger. Zumindest mich hatte nach diesen körperlichen und kulinarischen Anstrengungen die Ermattung ereilt, so dass ich auf meinem harten Lager schnell entschlummerte.

 

B. Tschöcke


Bericht zur Chorfahrt Tag 3 und Heimfahrt


Am zweiten Tag im Werdenfelser Land  ist um 15 Uhr ein Konzert auf dem Osterfelder Kopf geplant. Also erst einmal Freizeit; jeder kann aufsteigen wann und wie er möchte. Manche ruhen länger, manche gehen Schoppen  und Vernarrte betreiben Geocaching. Gegen 12:30 Uhr wird ein Großteil der Sänger aus den Seilen der Alpspitzbahn oben entlassen. Sicht 100 Meter! Kurzer Aufstieg zum Gipfelkreuz und auf die obere Aussichtsplattform des „AlpspiX“ mit angeblich 1000m Tiefblick ins Höllental.  Nischt zu sehen – nur Nebel.  Die Frühaufsteiger hatten bessere Sicht. Na, Jedem das Seine! Es wird 15 Uhr. Wo ist der Chorleiter? Er kommt leicht erschöpft von seiner Bergtour und stimmt das erste Lied an. Wir singen im dichter werdenden Nebel; wir singen im beginnenden Regen. Wir fahren – nicht zu Berg, wie es in einem unserer Lieder heißt, sondern zu Tal. Am Haltepunkt der Zugspitzbahn lassen wir zum Trotz gegen den Regen nochmals Lieder erklingen. Es Trieft!!!  Der Abend im Hotel wird schön und klangvoll bis nach Mitternacht.

Der Sonntag muss zur Heimfahrt genutzt werden. Abschiedsgesang vorm Hotel. Sänger Dieter feiert runden Geburtstag. Wir singen ihm sein Wunschlied und prosten mit Jägermeister.

Sängerfrau Lena hat Geburtstag und Hochzeitstag mit ihrem Karli. Wir singen nochmals  und  wünschen unserem Chorleiter einen schönen Urlaub auf Sardinien. Beide Busse starten 10:40 Uhr. Baustellen in München und 17 km auf der A9 bis in die Hallertau (lt.wikipedia ist Hopfenanbau seit dem 8.Jhrd. belegt- also Prost).

Gewitter mit Starkregen zwingen zu längerem Aufenthalt an der Raststätte Köchinger Forst. Also kostenlose Fahrzeugwäsche -  aber auch bei Reihe 5 innen!? Gewitterregen kurz hinter Bayreuth – Aquaplaning gestattet nur 70 km/h. An der „Raststätte Vogtland“ längerer Aufenthalt im Trockenen. Fahrerin „GELI“ gibt Befehl: „Durch bis DD“. Blitze/Donner/Starkregen bei Wilsdruff. Gegen 19 Uhr verlassen die Ersten am Hbf die Busse. Gegen 20 Uhr öffne ich meine Haustür.

Endlich sangen wir auf Deutschlands höchstem Berg und manch Einer stand sogar am Gipfelkreuz. Berg Heil und Lied Hoch!!

hg/“s“





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