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Chorfahrt nach Polen ins Heuscheuer Gebirge

veröffentlicht um 09.08.2016, 04:25 von Jürgen Zill   [ aktualisiert: 09.08.2016, 04:26 ]


Pünklich am 28.Juli um 7.10 Uhr in der Früh setzten sich unsere Reisebusse am
Dresdner Hauptbahnhof zu unserer diesjährigen Chorfahrt in Bewegung.
Anders als zur Sängerfahrt ist das Ziel bereits seit 2 Jahren bekannt.
Entsprechend groß ist unsere Vorfreude und hoch sind unsere Erwartungen.
Es geht in das Heuscheuer auf der polnischen Seite des Riesengebirges.

Bei uns Bergfinken ist der Weg das Ziel. So besichtigten wir unterwegs
die protestantische Friedenskirche in Schweidnitz. Neben der Konfession
ist das Besondere, dass diese nur aus Holz, Lehm und Stroh errichtet
werden durfte. So entstand ein imposantes, als Fachwerkkonstruktion
errichtetes Gotteshaus, welches 3.000 Sitzplätze und 4.500 Stehplätze
aufweist. Absolut sehenswert! Natürlich ließen wir es uns nicht nehmen, ein paar Lieder zum Besten zu geben.

Nach dem kulturellen Teil dieses Tages war vor der Weiterfahrt noch Zeit,
erste kulinarische Eindrücke zu sammeln. Die Bergfinken taten dies in
altbewährter Weise ;).
Abends im Hotel wurden schnell die Auswirkungen von 4 Wochen
Probensommerpause spürbar.
Alle hatten sich so viel zu erzählen, da blieben die Gitarren
ausnahmsweise mal stumm.

Norbert L.


Am Freitag stand die Heuscheuer auf unserem Plan. Das Abenteuer begann schon bei der Busfahrt dorthin: die Fahrt durch Bad Kudowa erwies sich als Hindernisralley, doch am Ende schaffte es unser Fahrer Jens mit dem 2. Bus im Gefolge auf die Straße nach Karlow. Dort angekommen, ging es nach kurzem Anmarsch über Treppen nach oben, nach etwa einer halben Stunde war das geschafft und wir konnten wunderschöne Aussichten genießen. Selbst Goethe hatte diesem Berg besucht und beschrieben, und so haben natürlich auch wir einen Berggesang angestimmt, der wohl auch den Bergwanderern gefallen hat, die nicht zu uns gehörten.

Der deutsche Name Heuscheuer kommt übrigens von der Gestalt der beiden Berge - es scheint man hat ihnen die Spitzen abgeschnitten, und so sehen sie aus wie riesige Scheunen. Anders nennt man sie im Polnischen - "Góry Stolowe" heißt einfach Tafelberge. Wieder nach unten führt ein wildromantischer Abstiegspfad, unsere eifrigen Kletterer kamen auf ihre Kosten, und wer wollte konnte per Bus zum Labyrinth fahren. Kurz - der Freitag bot für alle etwas Passendes, auch ein wenig Regen konnte uns nicht die Laune verderben.

Uwe S



Auch der dritte Tag unserer diesjährigen Chorfahrt begann mit dem reichhaltigen Frühstücksbuffet. Anschließend teilte sich die Gruppe in 3 Teile auf. Neben der Wanderung nach Albendorf und der Stadtbesichtigung von Glatz stand noch eine Wanderung durch die weißen Felsen auf dem Programm, für die ich mich entschied. Der Weg führte größtenteils eben, aber eben doch nicht kinderwagentauglich, oberhalb eines Felsriffes entlang und nach einer kurzen Passage durch ein Moor durch die schon erwähnten weißen Felsen bis zum Ziel nach Carlsberg. Für Verpflegung unterwegs war durch die endlosen Heidelbeerbüsche gesorgt.

Nach der Wanderung stand dann noch unser kultureller Höhepunkt dieser Fahrt auf dem Programm, das Konzert im sehenswerten Kurpark von Bad Kudowa. Eine Mischung aus Berg- und Heimatliedern konnte vor allem das mitgereiste Publikum begeistern. Zum Abschluss des Tages wurde dann im Hotel noch bis weit in die Nacht bei Gitarren- und Akkordeonklängen gesungen.

Michael H.


Heimfahrt: Entgegen der Planung starten wir vom Hotel „Edelweiß“ (Szarotka) mit Verspätung. Wie üblich bringen wir der Hotelbesatzung erst ein Abschiedsständchen, dann bedankt sich unser Vorstand für Essen und Trinken – einer hat den Zimmerschlüssel noch in der Hosentasche.

Wir verlassen Grunwald (Zieleniez) gegen 10:25 Uhr. Do widzenia!

Unsere Fahrt geht ab Bad Kudowa (Kudowa Zdroj) ohne Grenzkontrolle ins „Braunauer Ländchen“ und dann wieder durch polnische Landschaft nach Grüssau(Krzeszow), welches wir gegen 12 Uhr erreichen. Wir haben Parkprobleme.

Im Sanktuarium(Heiligtum), dieser gewaltigen Kathedrale, ist Gottesdienst. Dass „Ungläubige Rucksackträger“ da drinnen fotografieren, scheint keinen zu stören. Wir hören heilige Worte und Gesänge im Freien an, verstehen aber sowieso nichts. Unsere Hostie(Bockwurst) ist zum Verzehr bereit.

Gegen 13:15 Uhr ziehen unsere kräftigsten Sänger die Zweige der Trauerweide aus der Fahrtlinie.

Zu einer notwendigen Wasserstandsregulierung kommt es kurz hinter Hirschberg(Jelena Gora).

Mit Blick auf die Schneekoppe(Snezka) verlassen wir schließlich bei Görlitz(Zgorzelec), ohne den polnischen „Gerümpelmarkt“ besucht zu haben, das Land.  

Autobahn – Gross-Röhrsdorf. Die Ersten steigen aus den Bussen. Unmögliches Gedränge auf der Bayrischen Strasse. Meinem Taxifahrer kann ich unseren BF-Kalender übergeben – er will zum Konzert auf die Brandbaude kommen.

Haustürschlüssel gegen „Halbsieme“ benutzt.

Dziękuję !

Heinz G.“S“

(Bilder von Stefan Z. und Jürgen Z.)




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