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Frühjahrskonzert

veröffentlicht um 01.05.2014, 12:24 von Jürgen Zill   [ aktualisiert: 01.05.2014, 12:26 ]

Am 27. April luden die Bergfinken zum Frühjahrskonzert wiederum in den historischen Ballsaal "Lindengarten" in Dresden ein.

Der Titel "Bergzigeunerleben" machte neugierig, zumal auch erstmalig die Gruppe "Schlappseil" als Mitwirkende angekündigt war. Selbst die Schlappseil-Sänger waren auf ihrer Homepage http://www.schlappseil.de/cms2/index.php kritisch und schrieben: "Fast 30 Jahre ist es her, damals begannen ein paar junge Bergfinken den Schlappseil-Spuk. Nun haben unsere Ur-Väter uns zu einem gemeinsamen Konzert eingeladen, mit Chor- und Schlappseilliedern an denen wir uns gemeinsam versuchen. Das wird spannend!"

Frühling, das ist die Zeit des Kletterbeginns, hinaus in die Berge, vor allem die Jugend freut sich auf das Freisein in den Bergen, ungebundenes Bergerleben, deshalb auch der Titel "Bergzigeunerleben".

In der Programmfolge wechselten (die schon fast) traditionellen Bergfinken-Lieder mit den Schlappseil-Liedern ab. Und in musikalisch anderer Weise, als es die Bergfinken ausdrücken, klang ihre Freude am Klettern, verstärkt durch Mikrofone und Instrumentalverstärker, in den Saal.

Auch gemeinsam gesungene Titel wie das Bierlied und besonders auch das Lied "Ist das nicht ein wunderbares Leben" zeigten, dass ein vereintes Musizieren möglich und erfolgreich ist.

Natürlich gab es bei einem solchen Konzert auch geteilte Meinungen bei den Sängern und den Zuhörern, da das Schlappseil-Repertoire zwischen Rock bis Schlager angesiedelt ist. Aber vor allem jüngere bergbegeisterte Leute haben für diese Art des Bergliedes ein offenes  Ohr und das sollte berücksichtigt werden. Die Moderation von Lydia Schlenkrich gab dem Frühjahrskonzert gekonnt einen festen Rahmen und nicht nur der Schlussbeifall zeigte, dass das unter Leitung unseres Dirigenten Ulrich Schlögel zusammengefügte Konzert ein Erfolg war.

K. R.


Als zu Beginn der Abschlussprobe die rockigen Töne der E – Gitarre von Schlappseil durch den noch leeren Saal schallten, schüttelten einige Sänger bedenklich Ihre Köpfe. Die „Wilden Gesellen“ kamen dann doch etwas zu wild daher, unser Publikum war, gelinde gesagt, etwas verunsichert. Lydias einfühlsame Moderation leitete erst mal zum unbegleiteten Chorgesang über, der den Frühling verkündete und das Publikum wieder versöhnte. Der Soloteil von Schlappseil mit den bekannten Gassenhauern  brachte den Saal in rhythmische Bewegung und die hinteren Reihen zum Feiern. Der Beifall war dementsprechend intensiv.

Das Freibier in der Pause zeigte uns endgültig, dass die vom Säckelwart angepeilten Verkaufsergebnisse erzielt worden waren. Die nun notwendige Reduzierung der Einnahmen durch die Bierrunde von über 70 Gläsern (und 1 Wasser!) wurde von allen dankbar hingenommen.

So gestärkt konnte nun nicht mehr viel passieren, da es jetzt thematisch auch vorrangig um die Ernährung mit dem flüssigen Lebenselixier ging. Diese Lieder wurden vom Chor, melodisch und gesanglich von Schlappseil sehr gut unterstützt, in  gewohnt guter Qualität dargeboten. Lydia glänzte mit perfekt vorgetragener tschechischer Lyrik, was den Chor zu einem ungewöhnlich schnell vorgetragenen Liedvortrag verhalf - Super.

Das Beste aus meiner Sicht war der fehlerfrei erfolgte Vortrag des Kanons von Mozart. Was lange währt wurde nun endlich gut, daran hatte sich schon Wolfgang die Zähne ausgebissen. Danke Uli für Deine Geduld und für die Nerven dieses gelungene Konzert so durchzuführen. Die Bergfinken haben gezeigt, dass Sie Mut zu etwas Neuem haben. Letztendlich waren im Publikum auch einige jüngere Herren - Fans von Schlappseil - die  aber vielleicht doch etwas“ Blut geleckt“ haben und neugierig auf die Bergfinken geworden sind. Wir sind optimistisch!

Bernhard Tschöcke



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