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Mittelndorfer Mühle

veröffentlicht um 27.05.2013, 14:05 von Jürgen Zill

25. Mai 2013

Liebes Tagebuch,

13:55 Uhr: Wir fahren auf dem Weg ins Kirnitzschtal durch Bad Schandau. Es gießt wie aus Eimern. Na das kann ja ein tolles Konzert werden!

14:03 Uhr: Wir sind an der Mittelndorfer Mühle angekommen. Es nieselt nur noch. Hoffnung auf ein paar regenfreie Stunden kommt auf. Es gibt eine "überdachte" Bühne, aber die ist viel zu klein und die Leute sitzen am anderen Ende des Hofes. Ungünstig.

Erst mal ein Bierchen.

14:30 Uhr: Die Hohnsteiner Blasmusikanten kämpfen wacker gegen den Nieselregen an. Hut ab!

15:15 Uhr: Der Regen lässt nach. Chorleiter Uli Schlögel hat eine Idee: wir ignorieren die Bühne und stellen uns mitten auf den Hof. Da sind wir zumindest näher am Publikum. Trotz des Mistwetters haben doch einige den Weg zur Mittelndorfer Mühle gefunden.

15:30 Uhr: "Im Frühtau zu Berge wir gehn, vallera ... wir sind hinausgegangen, den Sonnenschein zu fangen!" - Das wäre doch heute das passende Motto. Ich baue das spontan in meine Ansage ein. Passt.

15:40 Uhr: Es scheint zu funktionieren. Kein Regen mehr, die Wolkendecke zeigt dünne Stellen. Die Stimmung wird richtig gut.

15:45 Uhr: Missverständnis! Uli wartet auf meine Ansage, ich denke, ich habe noch ein Lied Zeit. Uli gibt nach. Das Publikum ist amüsiert.

15:48 Uhr: Nächste Ansage. Blick auf den Spickzettel: Uli hatte recht! Selbstverständlich! Erstes Gesetz des Chorgesanges: Der Chorleiter hat immer recht! Werde ich diesen Fauxpas wohlbehalten an Körper und Seele überstehen?

16:10 Uhr: Pause. Ich leiste öffentlich Abbitte. Stimme ölen. Das Wetter scheint durchzuhalten. Uli Schlögel hat im Publikum ein Paar aus North Carolina ausgemacht. Sie haben die Bergfinken auf YouTube gesehen und sind extra angereist, um "La Montanara" zu hören. Ob ich das in die Ansage einbauen könne? Na klar! Ich begrüße sie auf englisch. Und dass wir das Lied extra für sie singen. Ist zwar geflunkert, aber sie freuen sich riesig.

16:30 Uhr: Die Sonne kommt fast durch, mit dem schöneren Wetter und dem Gesang steigt die Laune bei Sängern und Publikum. Lieder werden spontan mitgesungen - vom Publikum. Beim "Lob des Bieres" klatschen die Menschen begeistert mit. Ist allerdings schwierig bei den häufigen Taktwechseln.

17:10 Uhr: Verabschiedung. Nach zwei Zugaben werden wir vom begeisterten Publikum entlassen. Alles in allem ein tolles Konzert, das allen, die dabei waren, sehr viel Spaß gemacht hat.

Muss dann noch einen Dankbrief an Petrus schreiben. War ein echter Kumpel heute.

Leo



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