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Rotweintour

veröffentlicht um 31.03.2013, 08:27 von Jürgen Zill   [ aktualisiert: 08.04.2013, 08:11 ]




Was? Rotweintour am 23. März? Wie soll Ende März noch Glühwein schmecken?

Vorab, das Wetter hatte Mitleid mit Egons Terminplanung und blieb winterlich.

Um genauer zu sein, streng winterlich. Etwa 50 Beteiligte machten sich mit Hilfe des VVO auf den Weg nach Krumhermsdorf. Egon, der sich kürzlich selbst aus dem Rennen nahm, schickte seine Traudel als Wanderleiterin voran. Bei Sonnenschein, Neuschnee und eisigem Ostwind zogen wir Richtung Ulbersdorf, genossen an einem windstillen Fleckchen die Aussicht und wurden kurz darauf vom, mit einer Hellebarde schwer bewaffneten Nachtwächter in Gestalt von Frank Röllig begrüßt.

Am Ortseingang erwartete uns dann Teilzeitinvalide Egon mit Herrn Ralf Lux vom Heimatverein, der uns zu den Sehenswürdigkeiten von Ulbersdorf führte und viel Wissenswertes zu berichten wusste.  Nach der Besichtigung des Märchenturmes, in dem der bis auf die Knochen abgemagerte ehemalige Besitzer die vielen Gäste begrüßte, bewirteten uns die Mitglieder des Heimatvereins mit Glühwein und „Fettbemmen“. Vielen Dank! Wahrscheinlich aber auch eine Vorsichtsmaßnahme, denn noch mehr knochige Gesellen könnte der Turm wohl kaum beherbergen.

Wieder einige Schritte bergan im Dorf führten uns ans Ziel zu Frank, der den riesigen Carport für uns geräumt hatte. Unterm Kessel  loderten schon die Flammen und Gerd, unser „Glühweinprofessor“, wartete bereits auf die flüssigen Zutaten aus den Rucksäcken. Gleichzeitig hatte Frank einen hervorragenden Wildgoulasch zubereitet. Ganz „zufällig“ fanden die Jagdhornbläser aus Hohnstein den Weg nach Ulbersdorf. Gesang und Hörnerklang schallten durchs Tal und erfreuten bei einem Ständchen auch das diamantene Hochzeitspaar in der Nachbarschaft.

Mit der Zeit kroch die Kälte trotz des reichlichen Glühweinangebotes immer mehr in die Glieder.

Selbst die Ventile der Jagdhörner streikten.

So zogen wir uns in den engen Speiseraum ins Haus zurück, wo die Musiker sofort Klavier, Akkordeon und Gitarren in Beschlag nahmen. Platz ist in der kleinsten Hütte!  So fanden auch der Chef des Nationalparkes  Dr. Butter sowie der ehemalige und die derzeitige Revierförsterin von Sebnitz in Franks Anwesen.

Das war wieder eine Glühweintour  voller Überraschungen. Dank allen Beteiligten und natürlich Traudel und Egon für die Organisation.

Und noch eine Bitte an Egon: plane doch im nächsten Jahr die Rotweintour etwas eher, damit es auch etwas früher Frühling werden kann.

 J.Z.



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