20. bis 22. September 2019: Bergfinken-Sängerfahrt 2019

Große Aufregung und Anspannung zum Treffen der Bergfinken am 20.09.2019 genau 16:29 Uhr unterm Strick in der großen Kuppelhalle im Hauptbahnhof. Werden alle im historischen Gewand erscheinen, wie wird das Konzert in der Kuppelhalle des Bahnhofs und wo geht’s überhaupt hin?

Als sich alle fein und zünftig eingefunden hatten, die ersten Ansagen und Einweisungen zur bevorstehenden Fahrt durch Norbert, einem der Organisatoren der Sängerfahrt. Nun geht’s mit dem Konzert los.

Wie immer sehr ausdrucksstark und souverän geleitet von Max Röber. Ein wenig getrübt wurde unser Vortrag durch die Ansagen der Bahnhofssprecherin, die uns aber nicht aus der Fassung brachten. Das Publikum im Bahnhof hat unseren Gesang mit wohlwollendem Applaus bedacht. Nach dem Konzert geht’s zu den bereitstehenden Bussen und die Fahrt geht nach Jetrichovice (Dittersbach) im benachbarten Böhmen. Das Hotel Bellevue ist großartig geeignet. Alle haben Platz, der Festsaal ist groß genug und die Wirtsleute und Bedienungen sind fleißig.

Am Freitagabend werden nach dem schmackhaften Essen die „Neuen“ noch einmal vorgestellt und alle sieben werden für würdig befunden, an den Aufnahmeritualen teilzunehmen. Norbert hatte gemeinsam mit der Chorband für die Anwärter ein Programm entworfen und eingeübt. Seine Texte zu bekannten Liedern passen und werden der kritischen Ohren der Bergfinken vorgetragen. Tosender Applaus und wohlwollende Zustimmung. Es wird ein langer Abend.

Am Sonnabend geht’s nach dem Frühstück mit Bussen nach Mezni Louka (Rainwiese) und von dort über zwei Steige zum Prebischtor.

Wir essen und trinken bevor wir uns genau unter dem Prebischtor zu einem halbstündigen Konzert einfinden. Internationales Publikum und viele tschechische Besucher hören aufmerksam zu und würdigen unseren Gesang mit viel Applaus.

Am späten Nachmittag geht’s zurück zum Hotel. Einige Bergfinken nutzen die Pause bis zum Abendessen und beklettern den nahe gelegene Rüttelweihstein.

Der Abend beginnt mit einem ordentlichen Abendessen. Das Programm des Abends eröffnet Gockel mit einem Quiz. Als Sieger geht dieses Mal Harry Petzold hervor.
Der neue Bergfink Uwe T. trägt zusammen mit Zeli ein umgetextetes Lied von Eros Ramazotti vor.

Der Lommer wird von einem Quartett altgedienter Sänger in beeindruckender Weise vorgetragen. Großartige Darbietungen der Band mit großer Sängerbesetzung aus allen Stimmen und super vorgetragen bildeten sicher einen der Höhepunkte. Unglaublich müssen sie einstudiert und geübt haben und es ist gelungen. Der Sängerfahrtschor fasst die vergangene Zeit und einige lustige Begebenheiten in lustigen und sangesstarken Versen zusammen. Der Abend oder besser der Morgen klingt sehr spät aus. Aufgeregte Unterhaltungen und großartiges Singen zur Gitarre machen den Abend rund.

Am Sonntag ist es soweit, die „Neuen“ sollen ihr Aufnahmeritual, ihre Taufe bestehen. Zuerst gibt uns Neptun die Ehre und es werden einige gestandene Bergfinken einer Taufe unterzogen.

Großer Gaudi, als sie eingeseift und rasiert ihre Namensurkunden erhalten. Nun sind die „Neuen“ dran. Beginnen soll der Spaß mit einem Wasserballspiel gegen ihre Paten in einem Schwimmbassin vorm Hotel. Eisig kalt, nicht ganz sauber, aber wir haben Spaß und die Zuschauer ihren Spaß.

Das Spiel endet (nach vielen gekauften Toren auf beiden Seiten) mit einem Sieg für die Paten. Nun müssen die Anwärter einen Parcours über einen Kinderspielplatz absolvieren und weitere Aufnahmeprüfungen bestehen, über die ich hier schweigen muss. Ergebnis: Alle haben es geschafft.

Nun folgt die eigentliche Frage des Vorstandes an die Bergfinken. „Stimmt ihr zu und seid ihr dafür, diese 7 in unsere Reihen aufzunehmen?“ Die Antwort ist einstimmig – „Ja“. Ich bin tief gerührt, beeindruckt und stolz. Von Stefan bekommen wir unsere Aufnahmeurkunde und Abzeichen überreicht. Von allen Bergfinken werden wir beglückwünscht.

Nun geht es mit Bussen weiter nach Varnsdorf in die Brauerei Kocour (Schwarzer Kater) im Zipfel Tschechiens südlich von Bautzen. Hier geht’s mit dem Programm weiter. Nach dem ersten Ansingen, dem Essen und Bier geht’s weiter mit einem Bartwettbewerb. Norbert gewinnt und erhält als ersten Preis eine Rasur. Allerdings nur halbseitig, was zu großer Erheiterung beiträgt. Die Versteigerung bereitgestellter Raritäten ist noch mal ein Highlight des Tages. Alles wurde versteigert.

Den Abschluss bildete ein Gruppenbild nach historischem Vorbild aber mit Hindernissen, bevor die Rückfahrt am Hauptbahnhof in Dresden endete. Eine großartige Fahrt, meine erste die ich nie vergessen werde. Großer Dank an die Organisatoren!

UwTräu