Weihnachtskonzerte 2024

O Arzgebirg, wie bist du schie! – mit diesem Lied eröffneten die Bergfinken am 6. Dezember 2024 ihr Weihnachtskonzert in der Dresdner Annenkirche. An zwei Tagen fanden drei Aufführungen statt, die das Publikum in festliche Stimmung versetzten und zugleich einige Neuerungen brachten.

Das Programm spannte einen weiten Bogen durch die erzgebirgische Liedtradition mit Stücken wie „Wu de Walder haamlich rauschen“, „Feieromd“ und „’s Raachermannel“. Besondere Akzente setzten unsere Gäste, De Stübelleit aus Schellerhaa unter Leitung von Jan Klemmer. Mit Liedern wie „De lustige Schlittenfahrt“, „Dr Lichterbugn“ und „Wu dr Engel lacht“ brachten sie ihre eigene Klangfarbe ein und sorgten für Abwechslung. Gemeinsam mit den Bergfinken erklangen mehrere Stücke.

Geleitet wurde das Konzert von Ulrich Schlögel und Max Röber, die mit sicherer Hand durch das Programm führten. Für die verbindenden Worte und die Moderation sorgte Lydia Schlenkrich, die das Publikum charmant durch den Abend begleitete.

Einige Dinge waren in diesem Jahr anders und gab es so zum ersten Mal bei den Weihnachtskonzerten: Der Chor sang erstmals nicht von der Empore, sondern von den Seitengängen direkt neben dem Publikum. Es wurde auch gemeinsam geschunkelt – mit Unterstützung der Stübelleit. Zudem war es das erste Konzert ohne ein klassisches Berglied. Das Singen in Mundart hat dem einen oder anderen Sänger einiges abverlangt, während andere auch persönliche Bezüge zum Erzgebirge besaßen. So wurde die Kapelle, die auf dem Titelbild des Programmheftes zu sehen ist, vom Schwiegervater unseres Chorleiters Max errichtet. Die kleine Kapelle steht nahe der Steinpyramide bei Neudorf.

Den festlichen Abschluss bildeten „Weihnachten is, stille Nacht“ und das gemeinsame Singen von „O du fröhliche“, begleitet von der Orgel.

In allen drei Aufführungen war die Annenkirche von der ersten bis zur letzten Reihe gefüllt, und die herzliche Resonanz des Publikums ließ den Chor mit sichtbarer Begeisterung und Freude singen.

MGB