Sängerfahrt 2021

Auch im Jahr 2021 fand wieder unsere traditionelle Sängerfahrt statt. Als Vorgeschmack auf die weiteren Berichte hier vorab ein Beitrag aus dem diesjährigen Kulturprogramm.

Ein Sängerfahrtsbericht in Form eines Gedichts

von Michael Beilig

Anreise

Zur Fahrt der Sänger ward geladen
wie’s lang schon guter Brauch
und los ging’s dort, wo einst in Schwaden
entließen Loks den Rauch.

Manch Abenteuer schon begann
genau an diesem Orte,
normalerweise unterm Strick,
doch diesmal vor der Pforte.

Mit Karo im Gepäck und Hut
ein Fink den andern grüßt
und lang ward’s nicht, bis Fink um Fink,
das erste Bierchen fließt.

Mit Vehemenz, im Zorne fast,
es drang aus Norberts Munde,
nicht eine Bitte, nein ein Bann,
dass fortan Stund um Stunde,
dies unglückselig Wort mit C,
das schall aus jeder Gasse,
im Ansatz auszusprechen nur
ein jeder unterlasse.

In Reih und Glied stand Aspirant
und Pate hinterdrein,
nun kam es auf die Länge an,
doch nicht was ihr denkt, nein.
Einsfünfzig galt als Gardemaß,
dem Abstand sollt es dienen,
zu lang, zu kurz, zu dick, zu krumm,
so wurde es beschieden.

Weil ohne Last zu laufen sich
für Neulinge nicht schicke,
wurd’ kurzerhand ihm überreicht
ein Pappkarton am Stricke.

Um’s Kandidatenwohl besorgt
war stets das Komitee,
drum gab’s zum Schutz vorm Aerosol
und auch vor ABC
’ne Maske, die zwar nicht ganz neu,
doch auch nicht grade ranzig,
zum Schnäppchenpreis von 15 EU,
„die meisten geben zwanzig“.

Die Zugfahrt konnt’ beginnen nun,
dass man sich trefflich schütze,
trug man mit Filter aufgeschraubt
die graue Gummimütze.

So saß die Finkenschar beisamm’
und niemand ward alleine,
bis dass die Eisenkutsche hielt
am königlichen Steine.

Dort stieß der Leitfink auch hinzu
von dem Geschlechte Schlögel,
und wies kurzum zum Sange an
das Heer der Finkenvögel.

So flog ein Lied ums andre fort,
die Stimmung zu erhellen,
denn aus des Himmels Toren rann
aus unersättlich’ Quellen,
zu diesem Zeitpunkt maßvoll nur
das Nass aus dunklen Wolken,
es ahnte niemand nur die Spur,
welch Sintflut sollt noch folgen.

Nach spritzig, kurzem Fußmarsch nur
so mancher still frohlockt,
denn weithin sah man wartend schon
zwei rote Doppelstock.

Die schlängeln sich bergauf, bergab,
durchs traute Sandsteinland
und wer zum Jubiläum da war, sah,
dass ihm der Ort bekannt,
an dem der Tross zum Halten kam.
Man rief „hier sind wir richtig“,
doch nicht der Ort nur, siehe an,
nein auch das Wetter glich sich.

Rast

Die Energie, die ein Fink braucht,
wird flüssig meist getankt,
doch auch bei Fettbemm’, die’s nun gab,
wurd’ kräftig zugelangt.

Ein standesechter Tankvorgang
auf einer Sängerfahrt
bedarf des eig’nen Bergfinkglas,
das nun erstanden ward.

Der Treibstoff wird normalerweis
im Angesicht von Blut und Schweiß
dem ärgsten Gipfel abgerungen,
die Neuaufnahmen sind heilfroh
wenn endlich es gelungen.

Doch da die Felsen weit und breit
nur weichen Sandburg’n glichen,
wurd’ kurzerhand improvisiert,
das Klettern ward gestrichen.
Stattdessen wurd’ als Polonais’
das Areal durchschritten,
mit Sing und Sang und Pfützentanz
der Heidi an die – Schultern.

Gehüllt in Plan, Membran und Zelt
setzt sich in Gang die Herde
und quert gekonnt ’nen Pfad durchs Feld
knietief durch Mutter Erde.

Wer diesem Moor entkam,
der stapfte dienstbeflissen
zum Gipfel hin in Zellophan
das Wetter blieb beschaulich.

Am Papst

Ein Standardregentropfen fällt
vom Kopfe Richtung Fuße,
nur dass der Regen auf dem Papst
vom Standard schier nichts wusste.

So schoss von links nach rechts das Nass,
von unten gar nach oben,
doch hielt selbst dieser Umstand uns nicht ab,
das Gold im Glas zu loben.

Ein Sange folgt dem Bier, dem Bier ein Sang,
so trinkt und klingt man munter,
im SingSang-TrinkTrank-Schwang alsdann
man wieder steigt herunter.

Ein manches Liederbuch danach
war sicher ruiniert,
wenn man nicht vorab Seit um Seit
es hatte laminiert.

Einkehr

Nun ist vom Temperamente her
ein Bergfink nicht bequem.
Im Gegenteil, es drängt ihn stets
zur Qual an Fels und Höh’n.

Und nicht im Ansatz schert es ihn,
ob nass ihm das Gefieder.
Doch diesmal, woll’n wir ehrlich sein,
ging’s nicht spurlos vorüber.

Es schmatzt der Schuh, es trieft die Nas’,
es klebt am Bein die Hos’,
es hält die Hand ganz starr das Glas,
es wächst am Haupt schon Moos.

So traf man ein im Domizil
mit Akronyme ERNA
und zog zurück sich in die Stub
auf das es würde wärmer.

Ein fröhlich Abend stand bevor
mit manch gesung’ner Zeile,
doch bis dahin stand jedem frei
zu nutzen klug die Weile.

Und weil schon klar war, dass erst spät
wohl enden würd’ der Fluss vom Biere,
schien es nur sinnvoll, wenn man nun
sich angemessen präpariere.

So, Berg- um Bergfink, ritze ratze,
heimlich schlich auf die Matratze
und träumt von manch bezwung’nem Wege
bei der verdienten Augenpflege.

(Be)Im Abend(b)rot

Als fast schon sechs die Kirchuhr schlug,
war’s aus mit Bettenprobe
und jeder Sangesbruder trug
nun Abendgarderobe.

Der Oberleib, der ward gehüllt,
so ist es Tradition,
in Tischtuchton, in reinstes Weiß,
sonst droht Inquisition.

Auch diesjahr wurde sich erdacht
ein Sängerfahrtsprogramm,
aus der Gemeinschaft kreativ
so manche Perle klang.

Die Schlange vor der Pastakutsche glich
’ner „Seilschaft bis zum Mond“
statt Pastakutschenketschup gab es Qualität,
das Warten also lohnt.

Es scheint, dass 2020, trotz aller Widrigkeiten,
ein durchaus fruchtbar Jahr,
denn rund der Chor und prächtig trächtig
acht Frischlinge gebar.

Ein jeder Neuankömmling wurd’ alsdann
bekannt gemacht dem Chore,
mit Name, Hobbies, Laster, Zwang,
zu hören für jedes Ohre.

Und auch ein jeder Neuling selbst
empfahl sich kurz rundum,
doch einer, der war komisch drauf,
hing sich die Klampfe um.

Dann schrie er „Helft“ und sang davon,
dass ihm am Felsen bange,
zum Schluss ein roter Adler stieg,
ich glaub, der macht’s nicht lange.

Es folgte ein Arrangement,
das Leben führt’ Regie,
das stellte dar in Vers und Sang
die Qual’n der Pandemie.

Aus Leos Feder aufs Papier,
von dort ins Haupte dann,
der Gunter sprach: „Es kotzt mich an,
dass ich zur Zeit nicht klettern kann.“

Dem Verdi-Kenner wohl vertraut,
klang klagend dann zum Ohr
die wohlbekannte Melodei
von dem Gefang’nenchor.

Die Audienz erst lauschte fromm,
am Ende gab’s Gejohle,
bei Händels Satz mit Neuberts Text,
dem Lied der Aerosole.

Wer trotz des reichlich Bierkonsums
noch klare Blicke hatte,
sah Uli, Gockel Seit’ an Seit’
mit Uhren Ticketacke.

So floss die Zeit dahin im Nu,
dahin floss auch das Bräu,
und Stund um Stunde trennte sich
der Weizen von der Spreu.

Bandoneon und Klampfen zwei
umrahmten manches Lied
bis auch der letzte ging zu Bett,
in Ruhe und in Fried.

Zweiter Tag

Vom zweiten Tage sei an dieser Stell
nichts weiter hier verraten,
denn auch die Neuaufnahme diesjahr soll
voll Spannung ihn erwarten.

Nur soviel vielleicht doch vorab:
Noch keiner ist gestorben.
Doch wenn ich’s Recht mir überdenk –
egal, wir seh’n uns morgen.

„So klingt HEIMAT“ und so klingen die BERGFINKEN

Anklettern der Bergfinken mit Felix Räuber und seinem Filmteam

Am Anfang stand nur eine einzige E-Mail. Dass diese zu einer beeindruckenden Zusammenarbeit mit dem hoch inspirierenden Team um Felix Räuber führte und führt, war da noch nicht zu erahnen.
Felix Räuber ist als Sänger, Liedschreiber, Produzent sowie als Kopf der Band Polarkreis 18 bekannt. Eines seiner aktuellen Projekte befasst sich mit dem Thema Heimat bzw. deren Klang.
Das Team um Felix begibt sich dabei auf eine 10-teilige Entdeckungsreise durch Sachsen. Ziel ist eine serielle Dokumentation, ein Tauchgang in sächsische Klangwelten.

Ja, und da kommen wir als ältester und größter Bergsteigerchor Deutschlands ins Spiel. Wir Bergfinken erhielten im Rahmen eines wunderbaren Kletterausflugs die Möglichkeit, unsere Lieder und damit die Liebe aller heimatlich verwurzelten Kletterer zur sächsischen Felsenheimat vorzustellen.

Und so folgten über 60 Finken dem Ruf zum Anklettern am Lampertshorn im Bielatal am letzten Sonntag im Mai. Die Wiedersehensfreude war genau wie der Wunsch, Sandstein unter die Finger zu bekommen, förmlich greifbar. Nach dem unvermeidlichen Checken der tagesaktuellen Infektionsfreiheit wurden Wege aller Schwierigkeitsgrade zum Gipfel erklommen. Mit dem vollständigen Chor auf dem Gipfel wurde sodann der puren Sangeslust gefrönt.
Dass wir dabei von Kameras und Mikrofonen begleitet wurden, war eigentlich recht nebensächlich.

Hier kann auch verraten sein, dass neben einem filmisch-akustischen Reiseführer auch eine Sammlung von 10 neuen Songs als „Soundtrack für Sachsen“ produziert werden soll.

Wann, wo und wie die Präsentation des Materials erfolgt, werden wir euch natürlich rechtzeitig mitteilen.

Mehr ist unter folgender Adresse zu erfahren:

https://www.heimatlieder.net/

Und erste Fotos findet ihr unter:

https://siegfriedmichaelwagner.pixieset.com/pressebilderwieklingtheimat/

Bilder vom Anklettern

Ganz nebenbei schmieden wir natürlich wieder allerhand Pläne, bereiten die ersten Chorproben vor und sind bald wieder auf den Bühnen und Gipfeln „der Heimat“ für euch da.

Berg Heil, eure Finken

MaKn

Hundertster Geburtstag in Familie

Wie war wohl das Wetter am 30. August 1920?

Eine belanglose Frage, denn wie am vergangenen Sonntag, zu unserem einhundertsten Geburtstag, war das Wetter eigentlich Nebensache. Dem Regen zum Trotz ließen es sich die Finken nicht nehmen ihren Geburtstag zu feiern, natürlich unter Einhaltung sämtlicher Pandemievorkehrungen.

… die jungen Fans …

Natürlich in der Sächsischen Schweiz, selbstverständlich mit Gesang, selbstredend mit Geburtstagskuchen + Kerzen, Gegrilltem und einem kühlen Hopfengetränk.

Die Freilichtbühne in Papstdorf bot uns ausreichend Platz und die richtige Kulisse für ein würdiges Fest in familiärer Runde.

Abseits der normalen Chorarbeit fand sich so ausreichend Platz zum Plausch, zum Gedankenaustausch, zum Philosophieren und Ausspinnen von Zukunftsideen. Denn auch als 100jährige zählt für uns Bergfinken einmal mehr:

Vom Herzen her lebendig,
vom Wesen her wahrhaftig und
von der Art her überzeugend!

Keinesfalls unerwähnt soll bleiben, dass dieser schöne Anlass auch gleich noch zu zwei wichtigen Ehrungen genutzt wurde.

Sowohl unserem Chorleiter Ulrich Schlögel als auch unserem Sänger Jörg (Gockel) Hähnel wurde für Ihre unermüdliche Arbeit zur Weiterentwicklung der Bergfinken, als euer Chor des SBB, die Ehrenmitgliedschaft der Finken angetragen.

… Uli und Gockel …

Auch nahmen wir die herzlichen Gratulationen unserer Sängerfreunde des Männerchors Sächsische Schweiz entgegen, bei denen wir uns für die Unterstützung vor Ort recht herzlich bedanken.

Als Chor könnt ihr uns zum Weihnachtskonzert in diesem Jahr in einem kleineren Rahmen in der Annenkirche Dresden erleben. Mit viel Platz um uns und zwischen euch.

Und hier geht es zu den Impressionen unseres Geburtstages:

Zur Galerie

Berg Heil
Wir Finken sind für euch da!
MK

Bergfinken und Corona

Auch uns als Chor macht Corona stark zu schaffen! Dass man bei den derzeitigen Umständen keine Chorproben durchführen kann, dürfte einleuchtend sein und wie es um die Konzerttätigkeiten steht, ist ebenfalls hinlänglich bekannt.

Uns Sängern bedeuten die Konzerte aber sehr viel mehr, als nur die Darstellung unseres Gesangs. Die Chorproben sind ein sehr großer Teil unserer Gemeinschaft. Darauf verzichten zu müssen, schmerzt jeden Sänger. Um das Vereinsleben aufrechtzuerhalten, wurde die Vorstandsarbeit – soweit es ging – weitergeführt und Treffen und Gesänge im kleinsten Rahmen organisiert.

Dazu gab es bei uns Bergfinken (fast) jeden Donnerstag eine Botschaft des Vorstandes – sogar teils im Videoformat auf YouTube – zu Neuigkeiten, Geburtstagen und der Prognose, wann es weiter geht. Leider musste dabei auch oft mitgeteilt werden, welches der anstehenden Konzerte im derzeitigen 100-jährigen Festjahr ausfallen muss. Selbst der gewohnte – an die Probe anschließende – Kneipenabend konnte im virtuellen Raum durchgeführt werden. Ein neues Lied gab es vom Chorleiter außerdem, denn der hatte ja etwas mehr Freizeit als erwartet. Ab wann und in welcher Form es wieder Proben geben kann, ist derzeit leider nicht klar.

Eine Terminvorschau für Konzerte ist derzeit wahrlich schwer möglich. Das gemeinsame Abendsingen der drei SBB-Chöre in Papstdorf kann unter Umständen stattfinden, bei den Weihnachtskonzerten ist dies dagegen noch fraglich. Unser großes Festkonzert ist auf den 5. September 2021 verschoben.

Unser Probenwochenende in der Jugendherberge Ostrau… Mit voller Kraft ins Jubiläumsjahr!!!

Am vergangenen Wochenende begaben sich die mittlerweile 96 Bergfinken auf ihren alljährlichen Probenmarathon und bezogen in guter Tradition die Einsiedelei der Jugendherberge Ostrau.

Dieser uns wohlvertraute Ort ist mittlerweile ein fester Treff für Chöre und Volksensemble Sachsens, die hier die ausgesprochen guten Probenmöglichkeiten nutzen. So konnten auch wir Finken an diesen zwei Tagen ganz intensiv lernen und unsere Stimmen gründlich ausbilden.

Bergfinken-Probenwochenende in Ostrau 2020

Die durchaus anstrengenden Einheiten wurden durch zahlreiche Pausen aufgelockert und spätestens, als am Abend Reise-Dias gezeigt und die Gitarren gezückt wurden, kam das unverwechselbare Bergfinkenfeeling auf.

Das Ergebnis unserer Arbeit kann zu unserem Festkonzert im Kulti erlebt werden.

MaKno

PS: Die vier Sänger, die an diesem Wochenende zur HUNDERT fehlen, waren entschuldigt!!!

Bergfinkenfasching 2020

Der neben mir stehende, grinsende Baum stellt nur schnell sein Bierglas ab und verschwindet mit einer blauhaarigen Dame im Getümmel der Tanzfläche. Ein schneidiger Oberförster schreitet zur Tat und legt mit der hübschen Bedienung eine dermaßen heiße Sohle aufs Parkett, dass sämtliche Eichhörnchen von den Ästen fliegen.
Ja, ja… es ist mal wieder Faschingszeit. Und der echte Bergfinkenfasching erblüht wie eh und je.
Mit viel Tatendrang und Freude hat unser Karnevalsteam um Emmy, Udo, Zille und Zeli auch bei einer etwas niedrigeren Teilnehmerzahl für strahlende bis feuchte Augen gesorgt.
Und da wir mit dem Team des Erbgerichtes in Rosenthal mittlerweile richtige Karnevalsfreunde gefunden haben, wird auch im HundertErsten Jahr der Bergfinken wieder in Rosenthal gefeiert.

Wer mehr erfahren will, muss beim nächsten Mal dabei sein!

Vielen Dank für diesen köstlichen Abend…
MaKn

Hallelujah – Weihnachskonzerte 2019 in der Annenkirche

Einer der künstlerischen Höhepunkte im Bergfinkenjahr sind die Weihnachtskonzerte in der Annenkirche zu Dresden, die dieses Jahr unter dem Motto „Hallelujah“ standen. Der Ausspruch „Hallelujah“ stammt aus dem Hebräischen und bedeutet übersetzt „Lobet Gott!“. Schon daran konnte man sehen, dass wir uns nach dem letztjährigen „Weihnachten in aller Welt“ wieder mehr den weihnachtlichen Bräuchen und Traditionen in heimischen Gefilden widmeten. Als musikalische Gäste hatten wir dieses Jahr „Delectata Musica“, ein Frauentrio (Sopran, Mezzosopran und Klavier), eingeladen.

Weihnachtskonzert 2019 -  Delekata Musica
Weihnachtskonzert 2019 – Delekata Musica     (Foto: Lybe)

Im ersten Teil des Konzertes unternahmen wir nach dem Auftakt mit Bergliedern einen musikalischen Abstecher nach Skandinavien. Neben „Naar fjordene blaaner“, „Jul“ (Delectata Musica) und „Prince of Denmark“ (Orgel) feierte die „Landerkennung“ von Edvard Grieg ihre Bergfinkenpremiere, mit Gordon Fritsch als Solist.

"Die Landerkennung" mit Gorden Fritsch als Solisten
Die „Landerkennung“ mit Gordon Fritsch als Solisten     (Foto: Lybe)

Der zweite Teil des Konzertes stand dann ganz unter dem Motto des Konzertes und es wurden u.a. das „Hallelujah“ von G.F. Händel und von Leonard Cohen aufgeführt. Selbst in das traditionelle „O du fröhliche“ hat das „Hallelujah“ seinen Weg gefunden. Dazu gab es weitere bekannte und weniger bekannte Weihnachtslieder und natürlich bot sich traditionell auch die Gelegenheit zum Mitsingen für das Publikum.

Weihnachtskonzert in der Annenkirche zu Dresden
Weihnachtskonzert 2019 in der Annenkirche zu Dresden     (Foto: Lybe)

Alles in Allem waren es 3 sehr besinnliche Weihnachtskonzerte. Vielen Dank auch noch an der Stelle an unsere musikalischen Gäste von „Delectata Musica“, an Lydia Schlenkrich für ihre unterhaltsame Moderation und die zahlreichen Helfer.

=> Hier geht’s zur Fotogalerie (22 Bilder) <=

Berg Heil und ein gutes 2020.

SZ und MH

Totenehrung auf der Hohen Liebe

Zur traditionellen Totenehrung am Totensonntag auf der Hohen Liebe singen die Bergfinken. Ich bin das erste Mal als Sänger dabei und bin aufgeregt. Die verstorbenen Bergfreunde, Freunde oder in den Kriegen gefallenen Bergkammeraden zu ehren und derer zu gedenken, soll wie schon in langer Tradition einen würdevollen Rahmen bekommen. Unser Chorleiter Uli Schlögel hat eine entsprechende und sehr gute Liedauswahl getroffen und zahlreiche Bergfinken sind pünktlich zum Singen auf dem Gipfel der Hohen Liebe eingetroffen. Unterstützt werden wir zusätzlich von Sängern anderer Chöre.

Viele Gäste, Bergsteiger, Familien sind anwesend. Herr Christoph Schneider findet auch in diesem Jahr wieder beeindruckende Worte. Worte der Mahnung, Worte der Hoffnung und Zuversicht. Er spricht über Kameradschaft und Vertrauen. Sehr eingehende Worte, die zum Nachdenken anregen.

Es ist so würdevoll geworden, wie ich es gedacht hatte und als Sänger gleich noch etwas intensiver gespürt habe. Uli dirigiert uns souverän und der doch etwas heftige Wind trägt unsere Lieder in’s Tal.

Nach der Ehrung machen wir uns auf in den Großen Dom. Viele Gäste, Bergfreunde und Mitglieder der anderen Chöre versammeln sich dort noch einmal zu Glühwein, Imbiss und Singen. Jörg Hähnel (Gockel) begrüßt die Anwesenden noch einmal und wirbt in seiner kurzen Ansprache auch für unser großes Festkonzert im Kulturpalast am 25.04.2020. Es war ein guter und würdevoller Tag mit vielen Begegnungen und Gesprächen und großartigem Gesang.

Uwe Tr.

Preisträgerkonzert zum 3. Dresdner Chortag der Landeshauptstadt Dresden

Die Bergfinken sind einer der Preisträger des „Förderpreises Dresdner Laienchöre“ 2019

Wunderbare Kinderchöre, spannende A Cappella Ensembles, herrliche slawische Liedinterpretationen, ideenreiche Jazzchöre und dazwischen der älteste (und lebendigste) Bergsteigerchor im deutschsprachigen Raum. Die reiche Chorlandschaft Dresdens erhielt im Kulturpalast ein würdiges Podium.

Wir, die Bergfinken – Chor des Sächsischen Bergsteigerbundes, wurden dabei mit einem Sonderpreis für unser äußerst gelungenes Weihnachtskonzert im Jahre 2018 gewürdigt. Doch die Jury lobte auch unsere jahrelange Arbeit für den Erhalt und die Weiterentwicklung des Berggesang allgemein.

So gehen wir voller neuer Ideen in unser einhundertjähriges Jubiläumsjahr 2020. Zu unserem Festkonzert am 25. April 2020, ebenfalls im Kulturpalast Dresden, möchten wir Sie schon heute einladen.

Unser Dank gilt dem Kulturamt unserer Stadt Dresden, das die reiche Chorlandschaft Dresdens zu würdigen weiß, allen preistragenden Chören, die einen wunderbaren Einblick in ihr vielfältiges Tun ermöglichten sowie natürlich dem freundlichen Team des Kulti.

KnoMa

25. August 2019: „Sandstein und Musik“ in Königstein

Am 25. August 2019 konnte man die Bergfinken Dresden gemeinsam mit dem Bergsteigerchor Sebnitz und dem Erwachsenen-Hornquartett des Heinrich Schütz Konservatoriums Dresden in der evangelischen Stadtkirche in Königstein erleben.

Das ca. zweistündige Konzert mit dem Titel „Wie lieblich schallt’s durch Busch und Wald“ gehörte zu einem der 28 verschiedenen Programme des Festivals „Sandstein und Musik“ in der Region Elbsandsteingebirge/Osterzgebirge. Passend zu dem diesjährigen Motto des Festivals „Schätze unserer Heimat“ präsentierte das Ensemble ein Programm mit Liedern der Berge, des Waldes und der Jagd.

Gelungen war das Konzert auch dank des Einsatzes der Chorleiter Ulrich Schlögel und Max Röber, die die Chöre hingebungsvoll antrieben und motivieren konnten. Lieder wie „Zur Hohen Jagd“, „Der Jäger Abschied“ oder „Lützows wilde Jagd“ wurden sehr ausdrucksstark und flott gesungen und entfalteten so eine wundervolle Klarheit. Aber auch der von Karsten Fischer (Chorleiter des Bergsteigerchores Sebnitz) dirigierte und von den Chören und Hornquartett gemeinsam frisch vorgetragene „Jägerchor“ aus dem „Freischütz“ war ein Höhepunkt des Konzerts. Die Veranstaltung wurde moderiert von der bezaubernden Lydia Schlenkrich, die es mal wieder vortrefflich verstand, aktuelle Themen mit Hintergrundwissen zu füllen und zu ihren ganz eigenen geistreich- humorvollen Geschichten zu verbinden.

Das Publikum, beindruckt vom Schmettern des Gesangs und der Hörner, konnte so in Königstein eine wunderbar musikalische und zugleich spannende Unterhaltung genießen.

TibTo