Zum zweiten Male riefen wir zum gemeinsamen Klettern und Singen auf und zeigten, dass wir am liebsten da singen, wo sich der gemeine sächsische Kletterer an einem Sonnabend bei herrlichem Wetter so gerne aufhält.
Genau, auf und am Fuße der geliebten Sandsteingötter unsere Felsenheimat.
Gemeinsam mit Bergsteigerinnen und Bergsteigern vieler verschiedener Kletterklubs des SBB zogen wir in den Glasergrund des Bielatals ein und bestiegen zahlreiche Felsen.
Neben Freunden und Weggefährten reihten sich ganze Familien sowie alte Hasen in unsere Gruppe und nicht nur ein Jodler schallte hinab ins Tal. Auch kletterte mit uns eine Gruppe des immer noch neuen Bergsteigerinnenchor im SBB und trällerte ein herrliches Gipfellied vom Mäuseturm.
Um 15:00 Uhr verwandelten sich die Kletterer in Chorsänger und legten unter der Führung ihres Dompteurs Ulrich Schlögel ein knackiges Platzkonzert vor der traditionsreichen Daxensteinbaude hin.
Ein schöner Tag mit Freunden ging zur Neige, die Freude nahmen wir in unseren Herzen mit nach Hause.
Was bleibt, ist der einhellige Wunsch, dass wir „Klettern & Gesang“ auch im nächsten Jahr wieder einplanen.
Berg Heil
MaKn
Die Bergfinken beim „Tag der Sachsen“
Am Freitag des ersten Septemberwochenendes durften die Bergfinken Dresden beim Tag der Sachsen 2025 in Sebnitz mitwirken – einem der größten Volksfeste im Freistaat Sachsen. Die traditionsreiche Veranstaltung bringt jedes Jahr Tausende Besucherinnen und Besucher zusammen, um sächsisches Vereinsleben, Brauchtum, Musik und regionale Besonderheiten zu feiern. Für Vereine bietet der Tag der Sachsen eine einmalige Plattform, sich einem breiten Publikum zu präsentieren – so auch für uns.
Gemeinsam mit dem Bergsteigerchor Sebnitz und dem Bergsteigerchor „Kurt Schlosser“ gestalteten wir ein gemeinsames Konzert, das zahlreiche Zuschauer auf dem Marktplatz in Sebnitz begeisterte. Unser Chorleiter, selbst gebürtiger Sebnitzer, hatte diesen besonderen Auftritt der drei Chöre mit großem Engagement organisiert. Das Programm bot ein abwechslungsreiches Repertoire, bei dem sich zunächst jeder Chor einzeln präsentierte, bevor die abschließenden Lieder gemeinsam vorgetragen wurden. Leider wurde unser Konzert aus Zeitgründen vom Veranstalter vorzeitig abgebrochen.
Den Tag ließen wir anschließend im „Sängerhof“ bei guter Stimmung und angeregten Gesprächen ausklingen und natürlich wurde auch das ein oder andere Lied angestimmt.
Wir freuen uns, dass wir mit unserem Beitrag die kulturelle Vielfalt Sachsens musikalisch mitgestalten durften.
Klettern und Wanderkonzert
Dass Wandern und Singen gut zusammenpassen, wird in vielen unserer Titel besungen. Letztes Jahr wurde dies nun erstmalig mit dem ganzen Chor in die Tat umgesetzt und das Format des Wanderkonzerts war geboren. Der Chor wandert gemeinsam mit dem Publikum und zwischendurch gibt es Stopps mit Gesang.
Dieses Jahr nun fand das Wanderkonzert zwischen Pfaffenstein und Quirl statt. Doch zunächst trafen sich einige Bergfinken bereits früh in der S-Bahn, um vor Beginn des Konzerts noch gemeinsam klettern zu gehen – denn Bergsteigen gehört nun mal auch zum Bergsteigerchor. Die Nasse Schlucht am Pfaffenstein war der ideale Ort bei der sommerlichen Wärme, um einigermaßen schattig und kühl Klettern zu gehen. Und so wurden Nördliche und Südliche Pfaffenschluchtspitze, Nasse-Schlucht-Turm, Hintere Abendwand, Junggeselle, Ratte und Bilch bestiegen und auf manchem Gipfel auch ein Lied gesungen.
Pünktlich 14 Uhr startete dann das Wanderkonzert im Pfaffendorf, unter anderem mit einem Grußwort von Hanspeter Mayr, dem Pressesprecher des Nationalparks. Dieser betonte die enge Verbundenheit von Nationalpark und Bergfinken – und in der Tat: Die wohlwollende Unterstützung durch Nationalparkverwaltung/Sachsenforst ermöglicht viele Konzerte in der Natur, man denke an die Naturbühne Leupoldishain, oder eben dieses Wanderkonzert. Und so ging es nach dem musikalischen Auftakt in der Ortsmitte Richtung Quirl und nach einer musikalischen Pause weiter durch den schönen Mischwald Richtung Pfaffenstein. Hier gab es thematisch passend neben dem „Jägerchor“ aus Webers Freischütz und dem erzgebirgischen Lied „Wu de Walder“ von Anton Günther auch „Der Jäger Abschied“ mit Text von Joseph von Eichendorff, in dem es heißt: „Lebe wohl, schirm dich Gott, du deutscher Wald“. Und wie Bergfinken-Förster Rainer vor Ort erläuterte, hat der deutsche Wald jeden Schutz bitter nötig, wird doch gerade in der Gegend der aktuelle Waldzustandsbericht erarbeitet, der wohl durch den Klimawandel und Dürre düster wie nie ausfallen wird. Als Ausweg bietet sich eben jener schöne, artenreiche Mischwald an, der dort zwischen Pfaffenstein und Quirl durchwandert wurde und der hoffentlich das tote Fichtenmikado der ehemaligen Monokultur in weiten Teilen des Nationalparks ersetzen wird. Vom schönen Mischwald ging es weiter, aufs den Panoramaweg unterhalb des Pfaffensteins mit seinen tollen Aussichten zum Königstein und Lilienstein und weiter bis nach Pirna. Hier fand nach einem weiteren Zwischenstopp das große musikalische Finale am Aufstieg zum Pfaffenstein statt.
Nachdem die langjährige Moderatorin Lydia Schlenkrich sich sehr vielseitig dem Motto „Poesie und Prosit“ näherte, gab es zudem ein Grußwort der neuen Vorstandsvorsitzenden der Schutzgemeinschaft Sächsische Schweiz, Andrea Stubenrauch, in deren Besitz die Fläche des Pfaffensteins liegt und die den Schutz und den Erhalt dieses großartigen Tafelberges zum Ziel hat.
Eine wundervolle Veranstallung für uns Bergfinken sowie alle Gäste, denn die Finken fühlen sich draußen nun mal am wohlsten: An und auf den Felsen, im Wald und in der Natur unseres Heimatgebirges.
Bergfink Albi
Lied Hoch! Du schöner Chorgesang
So kann man das 2. Motto des diesjährigen Frühjahskonzertes im von uns begehrten Kulturpalast bezeichnen.
Erstrangig ging es um Dresdner Komponisten, die die Landschaft der Region benoteten.
Unsere Chorleiter Ulrich Schlögel und Max Röber hatten ein gutes Händchen bei der Liedauswahl. So erklangen unsere Berglieder vom Komponisten K. Kämpfe, W. Wehmann, U. Schlögel, die nur uns eigen sind.
Ein besonderes Klangerlebnis wurde erreicht, als sich der Jugendchor des Pestalozzi Gymnasiums Heidenau zu uns gesellte.
M. Röber ist Chorleiter beider Chöre.
Sphären klangen in den Räumen, die der Finken Ohr nicht kennt (*1)
Durch Fleiß und guten Glauben gelang es uns, im Zusammenwirken mit dem Jugendchor die 5-stimmigen Sätze von S. Rachmaninov, H. Schütz, R. Wagner einzuüben und dem begeisterten Publikum darzubieten.
Lydia Schlenkrich moderierte mit dem Anspruch zu lehren, erfreuen und das Herz zu bewegen (*2), was jeden Programmteil abrundete.
Der Schlußtitel „Verleih uns Frieden – zu unsern Zeiten“, von M. Luther vor über 500 Jahren formuliert, von H. Schütz vertont, drückte einen Herzenswunsch aller Mitwirkenden aus.
Ein Dank unseren Chorleitern für die Geduld und Stärke bei den Proben.
So ein Konzert ist immer eine Gesamtleistung des Chores und wir haben diese errungen!
Nicht nur Dresdner Komponisten – auch heimische Biere sind bei den Finken beliebt. Ein Braustübchen um die Ecke machte als verdienten Ausklang unseren Durst erst schön.
Thomas Liebmann
(*1) frei nach Schillers „Ode an die Freude“
(*2) nach Martin Luther
Die Magie der Sächsischen Schweiz im Rundkino
– aus der Perspektive eines Neulings –
Da ist man schon einige Jahrzehnte alt und dann fühlt man sich wie mit sieben vor der Schuleinführung, der erste Auftritt vor Publikum.
Sicher, die paar Wochen, seit ich zum Chor gestoßen bin, habe ich intensiv genutzt, aber jetzt kurz vor dem Auftritt im prall gefüllten großen Saal des Rundkinos fällt mir nur das ein, was ich doch noch nicht kann.
Dann geht es los. Peter Ufer (stadtbekannter Journalist, Autor, Moderator) eröffnet die Veranstaltung – es geht auf die Bühne, die ersten Lieder. Der Chor „trägt“ mich, hilft, wenn mal kurz der Text fehlt, ich fühle mich aufgehoben. Leider sehen die Sänger nicht, was hinter ihnen passiert, was dem Publikum auf der Leinwand zum Chorgesang gezeigt wird.
Aber dann geht’s runter von der Bühne – Entspannung zu einem Text, vorgetragen von Peter Ufer und begleitet von der wunderbaren Cellistin Deborah Oehler. Man sieht auf dieser großen Leinwand diese herrlichen Bilder der Sächsischen Schweiz aufgenommen vom Team der „Stativkarawane“ – ein purer Genuss!
Und weiter geht es, Erzählungen und Geschichten zum Gebirge wechseln sich ab mit Cellomusik und Bergliedern der „Finken“, gehen fließend ineinander über, alles fein abgestimmt mit diesen wunderschönen Naturaufnahmen.
Erst später, als ich wieder daheeme bin, kann ich sehen, wie auf die Sekunde genau der Mond im Zeitraffer hinter dem Felsen verschwindet, als unser Lied endet (oder umgekehrt?) Dank des perfekten Zusammenspiels von der „Stativkarawane“ um Thomas Pöschmann und dem Dirigat unseres Chorleiters Uli Schlögel.
Der euphorischen Danksagung von Peter Ufer am Ende des Konzerts (mit der Bitte um eine Zugabe der Bergfinken) zufolge war unser Auftritt wohl nicht schlecht. Und weil‘s so schön war (auch schön voll, der Saal war komplett ausverkauft) gibt es für diejenigen, welche keine Karte ergattern konnten oder noch einmal kommen wollen, eine Wiederholung am 09. November 2025.
notiert von Gerald
Probenwochenende in Ostrau 31. Januar bis 2. Februar 2025
Auch dieses Jahr kamen wieder über 80 Sänger der Bergfinken zum Probenwochenende in die Jugendherberge nach Ostrau.
Unter Anleitung der Chorleiter Uli und Max wurde erst getrennt nach Stimmgruppen und dann noch gemeinsam ausgiebig geprobt.
Es standen die Lieder für den Auftritt „Magie der Sächsischen Schweiz“ (zu Bildern und Filmaufnahmen der Stativkarawane) am 9.3. 2025 im Rundkino und einige Lieder für das Frühjahrskonzert am 24. Mai im Kulturpalast (gemeinsam mit dem Jugendchor des Pestalozzi Gymnasiums Heidenau).
Auf dem Programm standen Lieder wie „Kletterers Abschied“, „In die Berge“, „Ich wandre froh“, „Für dich sind meine Lieder“, „Was gleicht wohl auf Erden“, „Verleih uns Frieden“, „Bogoroditse Devo“, „Pilgerchor“, „Lützows wilde Jagd“
Im Grunde verlief es wie im vorigen Jahr und deshalb möchte ich gern auf die wunderbare Zusammenfassung von 2024 verweisen, um diese nicht ähnlich wiedergeben zu müssen.
Als neues Chormitglied war ich das zweite Mal dabei und die Intensität, gemeinsam mit der sich steigernden Stimmung, hat mich sehr begeistert! Da ich noch sehr konzentriert auf Melodie, Töne und Texte bin, bleiben die kleinen Anekdoten am Rande leider verborgen.
Es wurden viele Lieder sehr ausführlich geprobt und konnten am Ende doch schon recht zufriedenstellend vom ganzen Chor gesungen werden.
Joachim hatte tagsüber schon kräftig Werbung für seine Darbietung mit der Drehorgel am Abend gemacht, auch Bernie hatte wieder eingeladen, und so sind reichlich Bergfinken und Kurgäste zur Aussichtsplattform gepilgert um „Kein schöner Land“ und andere Lieder anzustimmen.
Nach großer Abreise wurde bei Gerstensaft noch sehr fröhlich aufgespielt und gesungen.
SP
Wintersonnenwende 2024
Die Wintersonnenwende ist das Ereignis, welches für viele Bergsteiger, Wanderer und andere Schweiz-Liebhaber ein schöner Abschluss des Jahres ist. Man trifft sich, tauscht sich über das vergangene Jahr aus und wünscht sich ein gutes neues. Dieses Jahr sind wieder etwa 800 Personen zu Glühwein, Bocki, Feuer und der traditionellen Ansprache von Gockel gekommen. In dieser Rede sprach er – bezugnehmend auf den Überfall auf die Lok, den man auch als großen Schritt bezeichnen könnte – von Schritten, die jeder tun sollte, um in unserer Gesellschaft, im Miteinander und in der Gestaltung der Zukunft gemeinsam vorwärts zu kommen. „Wie groß die eigenen Schritte sind, entscheidet jeder selbst.“
Berg Heil!
MBT
Klettern und Gesang
Alle Bergfinken gehen Klettern … ob sie wollen oder nicht!
Und als echter Bergsteigerchor singen wir dort, wo wir Klettern gehen. Mit über 10 Seilschaften bestiegen die Bergfinken mit Freunden und Gästen am Sonnabend, dem 21.09.2024, bei herrlichem, spätsommerlichem Wetter neun stolze Gipfel im Bereich der Ottomühle.
Im Anschluss fand sich der Chor im Epizentrum des Gebietes, der Daxensteinbaude ein und gab ein mitreißendes Platzkonzert ebenda. Unser großer Dank gilt dabei den Gaststättenbetreibern, den Familien Moritz & Nitzsche, für die gewohnt hervorragende Bewirtung.
Eine voll und ganz gelungene Veranstaltung, die wir gern in weiteren Zentren unserer schönen Felsenheimat durchführen wollen.
Berg Heil,
MaKn
Herbstsingen am Brand 25.08.2024
„Müssen heut‘ die Sonn‘ verschmerzen, das verdirbt uns nicht den Spaß“ – unter diesem Motto hat unser Konzert auf der Brand-Baude im schönen Hohnstein stattgefunden. Am 25. August versammelten sich trotz etwas trübem Wetters, aber dennoch angenehmem Temperaturen die Finken vor ihrem wasserfesten Publikum. Unter dem Dirigat von Max Röber – welcher kurz vor Konzertbeginn auch noch geschafft hat, zu erscheinen – und Programmführung von Leo wurde ein sehr schönes Konzert gesungen, welches auch das Publikum sehr begeisterte. Das Freibier in der Pause verhalf ziemlich allen Bergfinken, gut vorbereitet und mit neu geölten Stimmen in die zweite Hälfte des Konzerts zu gehen.
Fazit: Ein schönes Konzert an einer mindestens genauso schönen Location mit einem glücklichen Publikum und fröhlichen Sängern.
TS
Bergfinken Chorfahrt in die Fränkische Schweiz 25.07.24 bis 28.07.24
1. Tag: Anreise
2. Tag: Ein Tag zwischen Natur, Gesang und Schäufele
3. Tag: Bergfinkenausflug nach Pottenstein
4. Tag: Bleiloch-Stausee und Heimfahrt
1. Tag: Anreise
Am Donnerstag, den 25.07.2024 trafen sich bei bestem Wetter ca. 130 Sänger der Bergfinken und deren Angehörigen vor der HTW am Dresdner Hauptbahnhof um gemeinsam nach Mödlareuth und später weiter in die fränkische Schweiz zu fahren.
Kurz nach 7:30 kamen drei Reisebusse angerollt und alle begaben sich zu ihrem zugewiesenen Bus um das Gepäck zu verstauen und sich noch etwas zu unterhalten. Ein paar Nachzügler kamen fast zu spät, aber das war kein Problem, da ihre Abwesenheit bereits bemerkt worden und die Abfahrt 8 Uhr war.
Als dann endlich alle auf ihren Sitzen saßen, fuhren die drei Busse Richtung Mödlareuth auf die Autobahn.
Wir erreichten den Ort an der thüringisch-bayrischen Grenze gegen 11:30, wurden erstmal in drei Gruppen geteilt und danach konnte die Führung durch das Deutsch-Deutsche Museum beginnen. Mödlareuth war zu DDR-Zeiten, wie Berlin, zweigeteilt. Ein Teil des Ortes in Thüringen und der andere in Bayern liegt. Getrennt durch den Tannbach. Überall im Dorf gibt es Tafeln und restaurierte Objekte aus dieser Zeit.
Nach 2,5 Stunden hieß es auch hier wieder in die Busse einsteigen, um zu unserem Ziel nach Waischenfeld zu fahren. Hier wurden wir von den Hotelbesitzern empfangen und auf die Zimmer verteilt, anschließend haben Manche die freie Zeit bis 18 Uhr genutzt um den Ort kennenzulernen.
Nach dem Abendessen haben wir dann den Abend gemütlich ausklingen lassen.
AM
2. Tag: Ein Tag zwischen Natur, Gesang und Schäufele
Der erste Morgen in Waischenfeld. Bei einem reichhaltigen Frühstück wird so langsam ein jeder wieder wach. Schließlich gibt es heute gleich mehrere Optionen für den Tagesablauf, die die Organisatoren für uns geplant haben. Nicht jeder hat sich die Entscheidung leicht gemacht, hört man heraus.
Die erste Gruppe versammelt sich, um dem ureigenen Instinkt der Bergfinken zu folgen- es geht klettern. Schließlich will man auch hier einmal schauen, ob die fränkischen Felsen dem sächsischen Anspruch an das Klettern genügen.
Fast gleichzeitig sammelt sich die Wanderfraktion, fertig zum Abmarsch durch das schöne Tal der Wiesent in Richtung Gößweinstein. Hier erinnert einen die Natur ab und zu sogar vielleicht an das heimische Kirnitzschtal. Natürlich bleibt die Wanderung nicht ohne die ein oder andere Unterbrechung bei einem leckeren Hopfensaft, denn dieser ist hier, so weiß man, besonders gut. Außerdem bedarf es vor dem Endanstieg nach Gößweinstein freilich einer entsprechenden Stärkung.
Um mittlerweile zehn Uhr macht sich auch die letzte Gruppe auf den Weg. Es geht, zunächst per Bus, nach Tüchersfeld. Hier, auf der örtlichen Burg, gibt es das Museum Fränkische Schweiz zu besichtigen. In mehreren Häusern lernt man hier über geografische Entstehung, kulturelle und handwerkliche Geschichte dieser ja wirklich schönen Region. Darauf folgt noch ein kleines Singen im Hof des Museums- die Belegschaft, sowie die restlichen Besucher sind begeistert.
Nun geht es aber auch für diese Gruppe auf Schusters Rappen weiter. Eine relativ kurze Wanderung nach Gößweinstein wird unternommen. Im Gasthof Behringersmühle, wo man mit der anderen Wandergruppe zusammentrifft, wird noch eine kurze Stärkung eingenommen.
Schlussendlich geht es aber den Berg hinauf, und hinein nach Gößweinstein. Vor der Basilika – einem der größten Wallfahrtsorte in Deutschland – ist inzwischen auch die Klettergruppe eingetroffen, der Chor samt allen Angehörigen also wieder komplett.
In das Gotteshaus hinein geht es nun für alle, denn nun geht es wieder ans Singen. Eine fast andächtige Stimmung entsteht beim Singen in dieser Kirche, die allein schon durch ihre Größe beeindruckt. Nach dem Sangeswerk erzählt uns der Kantor noch das ein oder andere interessante zu Geschichte und Architektur der Kirche – bevor er uns an der Orgel mit dem Toccata und Fuge von Johan Sebastian Bach begeistert.
Noch ganz ergriffen, macht sich der Chor per Bus auf den Rückweg nach Waischenfeld, wo man die Gelegenheit zum Ausruhen wahrnehmen kann. Aber auch nicht zu lange. Schließlich gibt es etwas besonderes zum Abendbrot. Schäufele- die Krone der fränkischen Kochkunst. Man ist reihum begeistert von dem guten Essen- ein Dank dem Küchenteam sei hiermit ausdrücklich vorgebracht.
Dem ein oder anderen hätte dies für den Tag wohl schon gereicht- nicht so den Bergfinken.
Auf der Waischenfelder Burg findet ein Sängerwettstreit statt- also hoch von den Speisetischen, und rauf auf den Berg. Manch ein Einheimischer fragt sich wohl, wer die ganzen Männer in den weinroten T-Shirts sind- bis wir vor der Bühne Aufstellung nehmen. Ein Bier, das macht den Durst erst schön…
offenbar trifft dieses Lied den richtigen Nerv im Publikum, das unseren kleinen Auftritt mit reichlich Applaus honoriert. Bei der Musik der örtlichen Bands und Chöre, und beim ein oder anderen Kaltgetränk, klingt der Abend schließlich langsam aus.
BS
3. Tag: Bergfinkenausflug nach Pottenstein
Nachdem wir unsere Kletterer und die Bambergbesucher gebührend verabschiedet haben, wird es auch Zeit für uns zum Aufbruch zu blasen. Um 10 Uhr geht es los. Unser Ziel heute, ist Pottenstein. Nach einer halben Stunde Fahrt finden wir auch einen idealen Parkplatz unterhalb der Burg. Hier verabschieden wir uns von Peter Müller Pappe und Frau, welche die nächste 5 Std. allein auf Erkundung gehen wollen. Alle Anderen steuern zunächst der Teufelshöhle zu. Immer oberhalb vom Weihersbach führt uns ein schöner schattiger Weg bis zur Höhle. Wir haben Glück, in einer knappen halben Stunde beginnt die nächste Führung durch das Innere dieser imposanten Felsenwelt. Ein schneller Entschluss. Alle machen mit.
Hier erwartet uns ein etwa 1,5 Km langer Weg über 400 Stufen durch eine märchenhaft anmutende Unterwelt. Bei konstant 9 C° konnten sich hier in Millionen von Jahren die schönsten Tropfstein -formationen bilden. Wir kommen auf unseren Weg durch drei große Felsensäle von beeindruckender Schönheit. Erklärt von unserem Guide, mit Charme und viel Witz. Auch Bären fanden es hier in früher Zeit schon schön, allerdings nur zum schlafen. Es herrschten dazu ideale Temperaturverhältnisse, um einen geruhsamen Winterschlaf zu halten. Knochen von Höhlenbären und sogar ein fast komplettes Skelett, sind noch immer erhalten. Die heutigen Bewohner sind verschiedene Arten von Fledermäusen, die hier auch überwintern. Für uns Menschen, ist neben der touristischen Attraktion, auch das Klima ganz entscheidend. Besonders heilsam für Allergiker und Asthmatiker.
Nachdem wir den Ausgang wieder gefunden haben, teilt sich unsere Gruppe nochmals auf. Der Großteil geht herauf zum Erlebnispark mit der Sommerrodelbahn und zum Skywalk, mit einem wunderbaren Blick über die Fränkische Schweiz. Einen kleinen Teil zieht es herunter zur Forellenzucht, mit anschließendem Forellenessen, und einem guten Hopfengetränk. Das ist doch klar. Andere wiederum, ziehen es vor, sich in die kühlen Fluten des Felsenbades unterhalb des Finkensteins zu stürzten, mit einen ebensolchen kühlen Bierchen.
Zurück geht es wieder auf gleichem Weg entlang vom Schöngrundsee und Weihersbach zum Parkplatz. Nach festgestellter Vollständigkeit, was wiederum vorbildlich war, geht es weiter zu unserem nächsten Highlight. Der Bus bringt uns bis Pretzfeld zu einer kleinen Anhöhe mit Blick auf das Fränkische Land. Besonders erwähnenswert ist hier natürlich der Pretzfelder Bierkeller . Und was ist natürlich die Folge ? Auch unsere anderen Ausflügler, die Kletterer und die Bambergbesucher treffen so nach und nach hier ein. Na da kann es einfach nur schön werden.
BK
4. Tag: Bleiloch-Stausee und Heimfahrt
Aussichern! Die Bergfahrt ist zu Ende, nun lasst uns heimwärts ziehen…
Die Kalksteinwände unterhalb der Burg Waischenfeld erzittern noch einmal vom Berggesang aus vollen Kehlen. Ein gelungener Vier-Tage-Mix aus Wandern, Klettern und Gesangseinlagen findet hier einen Schlusspunkt. Wir lassen uns im Reisebus nach Hause bringen und unterbrechen die Heimreise nur, um im Stauwasser des Bleiloches noch ein Schiff zu kapern, weil wir Sänger und unsere mitreisenden Liebsten so viel Hunger und Durst haben. Jeder bekommt seinen Krug gefüllt und wo sonst auf der Welt, wenn nicht hier in Thüringen, gibt es einen fahrenden Grill an Bord, der natürlich komplett von seiner Last befreit wird. Wieder in Dresden,
…im Abendschein der Sonne unsere Gesichter rötlich glühen. Wird das wiederholt? Es wird wiederholt, sicher.
Berg Heil, FT



