Anklettern in Oybin vom 8.-10.5.2026

Zur Sängerfahrt im September 2025 wurde das Versprechen gegeben, im Zittauer Gebirge unser diesjähriges Anklettern zu machen. Dieses lösten wir am vergangenen Muttertagswochenende ein und quartierten uns beim Knut in der Kammbaude Oybin ein. Er ist in dieser Gegend mit seinem Gasthaus direkt an der Deutsch-Tschechischen Grenze eine echte Institution! Wir erlebten es selbst, was echte Gastfreundschaft ist und fühlten uns rundum wohl. Insgesamt umfasste unsere Gruppenstärke 25 Bergfinken, inclusive Partner bzw. Kinder. Am Freitag verbrachten wir einen lustigen und kurzweiligen Abend im Gastraum bei Essen, Bier und Gesang. Uwe, Zeli, Lutz, Frank T., Freddi und Sebastian begleiteten uns auf ihren Instrumenten. Das hat richtig Spaß gemacht!

Am Samstag war 10.00 Uhr nach dem Frühstück scharfer Startzum Kletterzustieg(ca. 1 Std.). Auf Anraten von Otto fiel die Wahl auf die Mönchswand und die vorgelagerten Gipfel. Dort konnte jeder nach eigenem Können und Lust klettern. Das machte ordentlich Appetit auf das Abendessen! Das Team der Kammbaude servierte uns Fisch, Schnitzel und selbstgemachten Kartoffelsalat. Danach bedankten wir uns mit 3 Liedern bei ihnen. Danke an Tommi, der uns dazu motivierte und auch dirigierte. Ein gutes Gefühl, auch etwas zurückgeben zu können. Am Lagerfeuer stießen noch Volker vom Oderwitzer Spitzberg und Micha Neubert spontan dazu.
Am Sonntag gingen die Pläne zwar etwas auseinander, aber bei sonnigem Wetter genossen alle nochmal die Zeit draußen in der Natur beim Wandern, Klettern oder Radfahren. Die Ziele hießen zum Beispiel: Nonnenfelsen, Hochwald, Schalkstein im Johnsdorfer Gebiet oder Schmilka.

Ich freue mich jetzt schon auf unsere Chorfahrt im August. Mit euch Finken kann das nur toll werden!

Berg Heil, euer Frank

Anklettern an der Mönchswand

Probenwochenende in Ostrau 6. März bis 8. März 2026

Für uns Bergfinken gibt es jedes Jahr wichtige Termine um unser gutes Miteinander im Chorleben und unsere gesangliche/künstlerische Leistung zu pflegen.

Das gemeinsame Probenwochenende ist so ein wichtiger Termin. Es werden (neue) Lieder intensiv stimmgruppenweise geprobt, die wir im Lauf des Jahres aufführen wollen und es kommt auch das gesellige Miteinander nicht zu kurz.

Für uns ist der gemeinsame Samstag-Abend immer besonders schön, wenn wir nach der Probenarbeit die gemeinsame Zeit in geselliger Runde und dem ein oder anderen lustigen Lied das Probenwochenende ausklingen lassen.

SZ

Wintersonnenwende 2025

Ostrau, 20.12.25

Am 20.12.25 fand, trotz einiger Widrigkeiten im Zusammenhang mit den erforderlichen Genehmigungen, die Wintersonnenwende 2025 auf der „Kleinen Liebe“ statt. Der Holzstapel war, genau wie in den Jahren vorher, von der Truppe Bergfinken, die das in bewährter Weise immer tun, am Samstag vor dem Totensonntag errichtet worden.
Da das Wetter an diesem Tag trocken war und Nachmittags sogar mit Sonnenschein war, versprach es eine schöne Veranstaltung zu werden. Ab ca. 15:30 begann sich das Areal so langsam zu füllen.
In diesem Jahr wollte Gockel seine Rede mit Mikrofon über Lautsprecher halten. So wurde auch die dazu nötige Ausrüstung begonnen aufzubauen. Die Sportfreunde des Vereins der Post waren auch in diesem Jahr anwesend um mit warmen Getränken und Bockwurst für das leibliche Wohl der Teilnehmer an der Sonnenwendfeier zu sorgen.
Pünktlich um 17:00 stimmte Ulli Schlögel das erste Lied der Bergfinken an. Wir begannen mit „Hell klinge mächtiger Akkord“, es folgten „Bergweihnacht“, „Am Weihnachtsbaum die Lichter brennen“, „Hört der Engel helle Lieder“, „O Tannenbaum“ mit Unterstützung aller Anwesenden und „Süßer die Glocken nie klingen“. Daran anschließend war Gockel an der Reihe. Er berichtete davon das die Reihe „Magie der Sächsischen Schweiz“ ein voller Erfolg geworden ist, was natürlich auch auf die gute Arbeit der Stativkarawane
zurückzuführen ist und auf Peter Ufer. Er beendete seine Rede mit dem Spruch „Flamme empor“. Das war auch das Zeichen zum entzünden des Holzstapels und der Chor stimmte das Lied „Flamme empor“ an. Es war wieder ein mächtiges Feuer bei dem bestimmt viele Bergfreunde darüber nachdachten was im letzten Jahr so gewesen ist und wie das neue Jahr werden wird.
Ich hoffe das wir solche Veranstaltungen noch viele Jahre weiter durchführen können, um diese Traditionen weiter zu pflegen.

Berg Heil Frank Petraschk (Pasch)

Weihnachtskonzerte 2025

Alle Jahre wieder kommt das Christuskind

Ja kann sein. Könnte man wegen der Überschrift denken. So genau wird das ja keiner wissen. Aber eins ist sicher.
Die Bergfinken Dresden gaben am 5.12. und 6.12.2025 in der Annenkirche Dresden ihr 50. Weihnachtskonzert.
Dazu kamen musikalische Gäste, auf die wir 4 Jahre warten mussten. Die Gruppe HüSCH!.
Was HüSCH! unter anderem auszeichnet, ist der regionale Bezug durch die Herkunft aus dem Vogtland und aus dem Henneberger Raum. Eine thüringische Folk-Band, die traditionelle Musik aus ihrer Heimat auf moderne und ansprechende Weise interpretiert.
So eine kurze Beschreibung der Musiker auf einigen Seiten im Internet.
Schon bei der ersten Probe merkte ich sofort, das passt. Im Nu war man sich sympathisch. Und….. die Musiker beherrschen ihre Instrumente und Stimmen. Egal ob Piano, Geige, Banjo, Flöte und Waldzither. Das Quartett schuf ein volles und vielseitiges Klangbild.
Die Arrangements ihrer Weihnachtslieder überraschten mich sehr.
Ja. Auch so kann man ein Weihnachtslied spielen.

Nun kam der Tag der Aufführung.
Für alle teilnehmenden Künstler ist das erste Konzert immer ein erster Test. Hat man ordentlich geprobt, wie ist das Zusammenspiel mit den Musikern.
Und diesmal sangen wir unser Konzert ohne Gesangsmappe. Eine Herausforderung für etliche Sänger.
Und das kam bei unseren Zuhörern an. Die Konzentration auf die Chorleiter wurde von vielen bewundert und gelobt.
Auch die Auswahl und Anzahl der Lieder wurde sehr positiv bewertet. Denn so viele Weihnachtslieder wurden, meiner Meinung nach, noch nie dargebracht.
Die gespielten Lieder von HüSCH! kamen beim Publikum sehr gut an. Im Gegensatz zum Weihnachtskonzert vor einem Jahr kann ich nur sagen – Gerne solche Künstler wieder.
Sehr zufriedene Zuschauer und Zuhörer verließen, auch sichtlich gerühert, die Annenkirche.

CPD

Sängerfahrt 2025

An die 70 Bergfinken und 8 Kandidaten für eine Neuaufnahme starteten am 26. September mit zwei Bussen vom Dresdner Hauptbahnhof in zunächst unbekannte Richtung. Bald war klar, dass es nach Südosten in das Zittauer Gebirge ging. Für die kommenden zwei Nächte waren wir im „Gästehaus am Oberlausitzer Dreieck“ (nahe Jonsdorf) untergebracht.

Als die letzten Lieder am Freitag-Abend verklungen waren, fielen wir müde in unsere Betten, mussten aber beizeiten wieder raus, denn Zeremonienmeister Norbert hatte den Start in eine lange Tagestour bereits auf 9 Uhr gelegt. Und tatsächlich hatte es der vor uns liegende Tag in sich. Unser Wanderpensum war eher gering, aber jeder Anlaufpunkt wartete mit besonderen abenteuerlichen und kulturellen Beiträgen auf und wollte von uns genossen werden – und das brauchte eben Zeit.
Nach einem kurzen Spaziergang durch den Wald über die Zeißigsteine gelangten wir zur Pension Bergfreund am Rande von Jonsdorf. Dort erhielten wir neben Kaffee, Bier und Pfannkuchen (die hatte natürlich Bernhard besorgt) das diesjährige Sängerfahrtsgeschenk: Bierpfützen im Chorproben-Raum dürften damit der Vergangenheit angehören.
Hier und bei jeder sich bietenden Gelegenheit waltete der neu gekürte Schatzmeister Peter Heise mit Phantasie und Durchsetzungskraft seines Amtes: „Was ist dir das wert?!“

Den Mittag verbrachten wir am Berggasthof Nonnenfelsen – natürlich mit Gesang und Bier.
Höhepunkt hier: eine Mutprobe, ein Drahtseilakt für die Neuaufnahmen. Jeder von uns, der so etwas noch nie gemacht hatte, musste für den ersten Schritt einige Überwindung aufbringen. Wir fühlten uns jedoch gut aufgehoben zwischen Bergfinken mit Klettererfahrung. Danach hatten sich alle, Seilakteure und Zuschauer ein Bier verdient und es wurde gesungen. Was gibt es auch Schöneres als die Vereinigung von Gesang und Wandern unter dem blauen Himmel eines sonnigen Wochenendes mit einem Getränk in der Hand, das die Lieder erst so richtig aus dem Herzen kommen lässt.
Weiter ging es im Wechsel bergauf und bergab zu den Resten eines der zahlreichen oberlausitzer Vulkane. Wir wurden mit dem Anblick seltsamer Orgelpfeifen aus 30 Millionen Jahren altem, gesintertem Sandstein belohnt. Aus der Ferne grüßte die Lausche zu uns herüber.

Wenig später waren wir am „Schwarzen Loch“ angelangt, wo wir von Mitgliedern des Gebirgsvereins Jonsdorf empfangen wurden. Nach einem Imbiss wartete ein Höhepunkt ganz besonderer Art auf die Bergfinken: Ein Drama um Störtebeker, der sich auf Landgang befand und seine Liebste mit nicht ganz fairen Mitteln für sich gewinnen wollte. Wie in der griechischen Tragödie, kommentierte ein Chor die dramatische Handlung. Diese Rolle lastete auf den Schultern der acht Neuaufnahmen. Rund- und Reigentänze aufzuführen, wie sonst üblich, wurde uns zum Glück erspart.
Und wie üblich in der Tragödie endete das Stück damit, dass einer der Helden ums Leben kommt. Bei uns war es leider Marcus, der lediglich den unschuldigen Wirt spielte. Ungerührt blickten die steilen Wände des alten Mühlrad-Steinbruchs auf das Opfer, das am Ende von einer Freikugel zu Boden gestreckt wurde – tragisch!

Der Samstag-Abend war, wie es sich bei den Bergfinken gehört, mit viel Gesang angefüllt. Unvergesslich bleiben mir ein hervorragendes Liedprogramm des „Doppelquartetts“ und der Auftritt von Jens Riedel mit Matze mit einem Lied in oberlausitzer Mundart.
Dank auch an Leo und Gordon, die mit Witz und Wohlwollen uns „Neuaufnahmen“ an diesem Abend vorstellten.

Der Sonntagmorgen begrüßte uns mit unschuldig blauem Himmel, doch uns Neuen stand nun eine schwere Prüfung bevor. Immer wieder wurde uns versichert: „Nein – in diesem Jahr möchte ich nicht aufgenommen werden.“
In den Gesichtern der Sangesfreunde war dann viel Erwartungsfreude zu lesen, als wir acht „Novizen“ in Anzügen wie vom Mars gefallen mit einem Glas Berliner Weiße angetreten waren.
Darüber zu berichten, was sich dann unter dem strahlenden Sonntagshimmel auf einer frischgrünen Wiese abspielte, verbietet mir mein Schamgefühl. Nur soviel: Es war ein kurzes aber intensives Aufnahmeritual.
Die Belohnung folgte auf dem Fuß. Endlich waren wir echte Bergfinken. Die herzlichen Worte von Stefan und die unzähligen Umarmungen und geschüttelten Hände haben jeden von uns Neuen in diesem Moment der Erleichterung berührt.
Nach erfolgreich überstandener Aufnahme folgte ein entspanntes Fußballspiel, dessen Spaßfaktor von zügelloser Korruption in die Höhe getrieben wurde. Der neue Schatzmeister kam mit dem Geldzählen kaum noch nach.
Der restliche Sonntag sollte der Erweiterung unseres Horizonts in Sachen Bierherstellung gewidmet sein. In der Landskron-Brauerei Görlitz lernten wir, dass erst die traditionelle handgeführte Gärung das richtige Bier für den Genießer entstehen lässt. Selbstverständlich erhielten wir nach der Führung Gelegenheit, sämtliche Biersorten zu probieren. Wir bedankten uns mit Gesang, der von den alten Backsteinmauern kräftig zurückgeworfen wurde und Braumeister wie Besucher erfreute.

Es war meine erste Sängerfahrt, und ich war stark beeindruckt, mit wieviel selbstloser Einsatzbereitschaft und Hingabe das Organisationsteam dieses Wochenende vorbereitet hatte. Nicht nur vor den Ideen, die in dieser Sängerfahrt steckten, sondern besonders vor der ganzen logistischen Organisation ziehe ich meinen Hut.
Aber auch unsere Abende waren nicht bloß von schwärmerischen oder tiefschürfenden Gesprächen erfüllt. Nein! – Wir sind ein Chor, und der genussvolle und fröhliche Gesang gehört in unsere abendliche Runde wie das Bier in die Kehle. Was ich jedoch nicht erwartet hatte, waren Beiträge unserer Sänger von denen sich das Samstagabend-Programm der ARD mal eine Scheibe abschneiden müsste.
Mit Dankbarkeit schaue ich auf die reichlich zwei Tage inmitten meiner (ich darf das jetzt sagen) Bergfinken zurück. Es waren zwei unvergessliche Tage.

Bergfink Wolle

P.S. Wie ich höre, soll sich ja nächstes Jahr einiges ändern. Dann …
Jedenfalls bin ich froh, 2026 nicht dran zu sein.

Klettern & Gesang

Zum zweiten Male riefen wir zum gemeinsamen Klettern und Singen auf und zeigten, dass wir am liebsten da singen, wo sich der gemeine sächsische Kletterer an einem Sonnabend bei herrlichem Wetter so gerne aufhält.
Genau, auf und am Fuße der geliebten Sandsteingötter unsere Felsenheimat.
Gemeinsam mit Bergsteigerinnen und Bergsteigern vieler verschiedener Kletterklubs des SBB zogen wir in den Glasergrund des Bielatals ein und bestiegen zahlreiche Felsen.
Neben Freunden und Weggefährten reihten sich ganze Familien sowie alte Hasen in unsere Gruppe und nicht nur ein Jodler schallte hinab ins Tal. Auch kletterte mit uns eine Gruppe des immer noch neuen Bergsteigerinnenchor im SBB und trällerte ein herrliches Gipfellied vom Mäuseturm.
Um 15:00 Uhr verwandelten sich die Kletterer in Chorsänger und legten unter der Führung ihres Dompteurs Ulrich Schlögel ein knackiges Platzkonzert vor der traditionsreichen Daxensteinbaude hin.
Ein schöner Tag mit Freunden ging zur Neige, die Freude nahmen wir in unseren Herzen mit nach Hause.
Was bleibt, ist der einhellige Wunsch, dass wir „Klettern & Gesang“ auch im nächsten Jahr wieder einplanen.
Berg Heil
MaKn

Die Bergfinken beim „Tag der Sachsen“

Am Freitag des ersten Septemberwochenendes durften die Bergfinken Dresden beim Tag der Sachsen 2025 in Sebnitz mitwirken – einem der größten Volksfeste im Freistaat Sachsen. Die traditionsreiche Veranstaltung bringt jedes Jahr Tausende Besucherinnen und Besucher zusammen, um sächsisches Vereinsleben, Brauchtum, Musik und regionale Besonderheiten zu feiern. Für Vereine bietet der Tag der Sachsen eine einmalige Plattform, sich einem breiten Publikum zu präsentieren – so auch für uns.

Gemeinsam mit dem Bergsteigerchor Sebnitz und dem Bergsteigerchor „Kurt Schlosser“ gestalteten wir ein gemeinsames Konzert, das zahlreiche Zuschauer auf dem Marktplatz in Sebnitz begeisterte. Unser Chorleiter, selbst gebürtiger Sebnitzer, hatte diesen besonderen Auftritt der drei Chöre mit großem Engagement organisiert. Das Programm bot ein abwechslungsreiches Repertoire, bei dem sich zunächst jeder Chor einzeln präsentierte, bevor die abschließenden Lieder gemeinsam vorgetragen wurden. Leider wurde unser Konzert aus Zeitgründen vom Veranstalter vorzeitig abgebrochen.
Den Tag ließen wir anschließend im „Sängerhof“ bei guter Stimmung und angeregten Gesprächen ausklingen und natürlich wurde auch das ein oder andere Lied angestimmt.

Wir freuen uns, dass wir mit unserem Beitrag die kulturelle Vielfalt Sachsens musikalisch mitgestalten durften.

Klettern und Wanderkonzert

Dass Wandern und Singen gut zusammenpassen, wird in vielen unserer Titel besungen. Letztes Jahr wurde dies nun erstmalig mit dem ganzen Chor in die Tat umgesetzt und das Format des Wanderkonzerts war geboren. Der Chor wandert gemeinsam mit dem Publikum und zwischendurch gibt es Stopps mit Gesang.

Dieses Jahr nun fand das Wanderkonzert zwischen Pfaffenstein und Quirl statt. Doch zunächst trafen sich einige Bergfinken bereits früh in der S-Bahn, um vor Beginn des Konzerts noch gemeinsam klettern zu gehen – denn Bergsteigen gehört nun mal auch zum Bergsteigerchor. Die Nasse Schlucht am Pfaffenstein war der ideale Ort bei der sommerlichen Wärme, um einigermaßen schattig und kühl Klettern zu gehen. Und so wurden Nördliche und Südliche Pfaffenschluchtspitze, Nasse-Schlucht-Turm, Hintere Abendwand, Junggeselle, Ratte und Bilch bestiegen und auf manchem Gipfel auch ein Lied gesungen.

Pünktlich 14 Uhr startete dann das Wanderkonzert im Pfaffendorf, unter anderem mit einem Grußwort von Hanspeter Mayr, dem Pressesprecher des Nationalparks. Dieser betonte die enge Verbundenheit von Nationalpark und Bergfinken – und in der Tat: Die wohlwollende Unterstützung durch Nationalparkverwaltung/Sachsenforst ermöglicht viele Konzerte in der Natur, man denke an die Naturbühne Leupoldishain, oder eben dieses Wanderkonzert. Und so ging es nach dem musikalischen Auftakt in der Ortsmitte Richtung Quirl und nach einer musikalischen Pause weiter durch den schönen Mischwald Richtung Pfaffenstein. Hier gab es thematisch passend neben dem „Jägerchor“ aus Webers Freischütz und dem erzgebirgischen Lied „Wu de Walder“ von Anton Günther auch „Der Jäger Abschied“ mit Text von Joseph von Eichendorff, in dem es heißt: „Lebe wohl, schirm dich Gott, du deutscher Wald“. Und wie Bergfinken-Förster Rainer vor Ort erläuterte, hat der deutsche Wald jeden Schutz bitter nötig, wird doch gerade in der Gegend der aktuelle Waldzustandsbericht erarbeitet, der wohl durch den Klimawandel und Dürre düster wie nie ausfallen wird. Als Ausweg bietet sich eben jener schöne, artenreiche Mischwald an, der dort zwischen Pfaffenstein und Quirl durchwandert wurde und der hoffentlich das tote Fichtenmikado der ehemaligen Monokultur in weiten Teilen des Nationalparks ersetzen wird. Vom schönen Mischwald ging es weiter, aufs den Panoramaweg unterhalb des Pfaffensteins mit seinen tollen Aussichten zum Königstein und Lilienstein und weiter bis nach Pirna. Hier fand nach einem weiteren Zwischenstopp das große musikalische Finale am Aufstieg zum Pfaffenstein statt.
Nachdem die langjährige Moderatorin Lydia Schlenkrich sich sehr vielseitig dem Motto „Poesie und Prosit“ näherte, gab es zudem ein Grußwort der neuen Vorstandsvorsitzenden der Schutzgemeinschaft Sächsische Schweiz, Andrea Stubenrauch, in deren Besitz die Fläche des Pfaffensteins liegt und die den Schutz und den Erhalt dieses großartigen Tafelberges zum Ziel hat.

Eine wundervolle Veranstallung für uns Bergfinken sowie alle Gäste, denn die Finken fühlen sich draußen nun mal am wohlsten: An und auf den Felsen, im Wald und in der Natur unseres Heimatgebirges.

Bergfink Albi

Lied Hoch! Du schöner Chorgesang

So kann man das 2. Motto des diesjährigen Frühjahskonzertes im von uns begehrten Kulturpalast bezeichnen.
Erstrangig ging es um Dresdner Komponisten, die die Landschaft der Region benoteten.
Unsere Chorleiter Ulrich Schlögel und Max Röber hatten ein gutes Händchen bei der Liedauswahl. So erklangen unsere Berglieder vom Komponisten K. Kämpfe, W. Wehmann, U. Schlögel, die nur uns eigen sind.
Ein besonderes Klangerlebnis wurde erreicht, als sich der Jugendchor des Pestalozzi Gymnasiums Heidenau zu uns gesellte.
M. Röber ist Chorleiter beider Chöre.
Sphären klangen in den Räumen, die der Finken Ohr nicht kennt (*1)
Durch Fleiß und guten Glauben gelang es uns, im Zusammenwirken mit dem Jugendchor die 5-stimmigen Sätze von S. Rachmaninov, H. Schütz, R. Wagner einzuüben und dem begeisterten Publikum darzubieten.
Lydia Schlenkrich moderierte mit dem Anspruch zu lehren, erfreuen und das Herz zu bewegen (*2), was jeden Programmteil abrundete.
Der Schlußtitel „Verleih uns Frieden – zu unsern Zeiten“, von M. Luther vor über 500 Jahren formuliert, von H. Schütz vertont, drückte einen Herzenswunsch aller Mitwirkenden aus.
Ein Dank unseren Chorleitern für die Geduld und Stärke bei den Proben.
So ein Konzert ist immer eine Gesamtleistung des Chores und wir haben diese errungen!
Nicht nur Dresdner Komponisten – auch heimische Biere sind bei den Finken beliebt. Ein Braustübchen um die Ecke machte als verdienten Ausklang unseren Durst erst schön.

Thomas Liebmann

(*1) frei nach Schillers „Ode an die Freude“
(*2) nach Martin Luther

Die Magie der Sächsischen Schweiz im Rundkino

– aus der Perspektive eines Neulings –

Da ist man schon einige Jahrzehnte alt und dann fühlt man sich wie mit sieben vor der Schuleinführung, der erste Auftritt vor Publikum.
Sicher, die paar Wochen, seit ich zum Chor gestoßen bin, habe ich intensiv genutzt, aber jetzt kurz vor dem Auftritt im prall gefüllten großen Saal des Rundkinos fällt mir nur das ein, was ich doch noch nicht kann.

Dann geht es los. Peter Ufer (stadtbekannter Journalist, Autor, Moderator) eröffnet die Veranstaltung – es geht auf die Bühne, die ersten Lieder. Der Chor „trägt“ mich, hilft, wenn mal kurz der Text fehlt, ich fühle mich aufgehoben. Leider sehen die Sänger nicht, was hinter ihnen passiert, was dem Publikum auf der Leinwand zum Chorgesang gezeigt wird.

Aber dann geht’s runter von der Bühne – Entspannung zu einem Text, vorgetragen von Peter Ufer und begleitet von der wunderbaren Cellistin Deborah Oehler. Man sieht auf dieser großen Leinwand diese herrlichen Bilder der Sächsischen Schweiz aufgenommen vom Team der „Stativkarawane“ – ein purer Genuss!
Und weiter geht es, Erzählungen und Geschichten zum Gebirge wechseln sich ab mit Cellomusik und Bergliedern der „Finken“, gehen fließend ineinander über, alles fein abgestimmt mit diesen wunderschönen Naturaufnahmen.

Erst später, als ich wieder daheeme bin, kann ich sehen, wie auf die Sekunde genau der Mond im Zeitraffer hinter dem Felsen verschwindet, als unser Lied endet (oder umgekehrt?) Dank des perfekten Zusammenspiels von der „Stativkarawane“ um Thomas Pöschmann und dem Dirigat unseres Chorleiters Uli Schlögel.
Der euphorischen Danksagung von Peter Ufer am Ende des Konzerts (mit der Bitte um eine Zugabe der Bergfinken) zufolge war unser Auftritt wohl nicht schlecht. Und weil‘s so schön war (auch schön voll, der Saal war komplett ausverkauft) gibt es für diejenigen, welche keine Karte ergattern konnten oder noch einmal kommen wollen, eine Wiederholung am 09. November 2025.

notiert von Gerald